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REGAU. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder hat das neue Hochwasserschutzprojekt in Schalchham besucht. Dieses soll künftig 434 Personen vor Hochwasser schützen.

Wilhelm Laimer (Gewässerbezirk Gmunden) mit Landesrat Kaineder vor einem angelegten Amphibienplatz (Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger)

„Es ist keine Frage ob, sondern wann das nächste Hochwasser kommt. In der Politik ist es unsere Aufgabe, die Bevölkerung bestmöglich vor Naturgefahren wie Hochwässern zu schützen“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. Aus diesem Grund wickelt der Gewässerbezirk Gmunden das Hochwasserschutzprojekt Schalchham für die Marktgemeinde Regau ab. Das Projekt ist auf ein 100-jährliches Hochwasserereignis ausgelegt und schützt zukünftig 78 Objekte beziehungsweise 434 Personen vor Hochwasser.

Es wurde ein linearer Hochwasserschutz entlang der bestehenden Böschungskante über eine Länge von insgesamt zirka 770 Meter errichtet. Zum Großteil besteht dieser lineare Hochwasserschutz in Form einer Mauer, welche durchschnittlich eine Höhe von zirka einem Meter aufweist. Der durch die linearen Schutzmaßnahmen verloren gehende Retentionsraum wird linksufrig der Ager in Form einer Flutmulde und entsprechenden Absenkungen im Ausmaß von zirka 30.000 Kubikmeter kompensiert, um für die Unterlieger keine Verschlechterungen der Hochwasserabflusssituation zu verursachen.

Diese Flutmulde beziehungsweise Kompensationsraumausgleichsfläche wird gewässerökologisch gestaltet, wobei in diesem Bereich auch Ersatzaufforstungen vorgesehen sind.

Wichtig ist Landesrat Kaineder die Aufwertung des Gebietes als Naherholungsraum: „Der beliebte und viel genutzte Spazierweg auf Vöcklabrucker Seite am Flussufer von der Schloßstraße – vorbei am Zusammenfluss von Vöckla und Ager – zur Kepler Straße ist durch die Flutmulde unterbrochen. Durch Einsetzen von massiven Steinen in die Flutmulde soll dieser Weg künftig bei Normalwasserstand der Vöckla wieder durchgängig begehbar sein.“ Dazu kommt der neue Weg entlang der Stillgewässer, der zu allen Zeiten (auch bei Hochwasser) nutzbar ist. Die Gesamtkosten betragen rund 4,3 Mio. Euro und werden großteils vom Bund übernommen (81,40 Prozent), den Rest trägt die Marktgemeinde Regau.


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