Arbeiterkammer erkämpft mehr als 18 Millionen Euro für Mitglieder im Bezirk Vöcklabruck
VÖCKLABRUCK. Die Arbeiterkammer Oberösterreich war im vergangenen Jahr stark gefragt. Viele Menschen wandten sich wegen arbeits- und sozialrechtlicher Probleme, Konsumentenanliegen oder Fragen zur Weiterbildung an die AK.

Oberösterreichweit wurden mehr als 212 Millionen Euro für AK-Mitglieder erkämpft – so viel wie noch nie. Im Konsumentenschutz gab es besonders viele Anfragen zu Mietrecht, Versandhandel, Gewährleistung und Kreditbearbeitungsgebühren. Ein Erfolg gelang im Kampf gegen missbräuchliche Forderungen wegen angeblicher Besitzstörung auf Parkplätzen: Hier wurde eine Gesetzesänderung erreicht. Auch vor Gericht war die AK erfolgreich. Das Oberlandesgericht Linz erklärte Vertragsklauseln des Online-Händlers Zalando für unzulässig, wonach Gutscheine nach fünf Jahren verfallen oder pro Einkauf nur bis zu einem Wert von 200 Euro eingelöst werden können.
Ein wichtiger Beratungsschwerpunkt ist das Pflegegeld. Immer wieder werden Einstufungen nach Überprüfung vor Gericht nach oben korrigiert. Die Arbeiterkammer fordert deshalb eine Überprüfung der Begutachtungspraxis der Pensionsversicherungsanstalt.
Viele Beratungen im Bezirk Vöcklabruck
Im Bezirk Vöcklabruck sind aktuell 55.082 AK-Mitglieder mit Hauptwohnsitz gemeldet. Im Jahr 2025 suchten Ratsuchende 7.075 Mal Hilfe bei der AK Vöcklabruck – telefonisch, persönlich oder per E-Mail.
In arbeitsrechtlichen Fällen setzte die AK im Bezirk mehr als 1,59 Millionen Euro für Mitglieder durch. In Sozialrechtsangelegenheiten, etwa bei Pension oder Pflegegeld, wurden rund 7,81 Millionen Euro erstritten. Zusätzlich erhielten 321 Arbeitnehmer aus 36 insolventen Betrieben mehr als 9,12 Millionen Euro.
Insgesamt erreichte die AK Vöcklabruck im Jahr 2025 für ihre Mitglieder Zahlungen von rund 18,53 Millionen Euro.


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