Auch eine Marathon-Absage konnte sie nicht aufhalten
VORCHDORF. Schon seit 20 Jahren zählt Monika Eichinger das Laufen zu ihren Hobbys. Als ausgerechnet ihr erster Marathon Corona-bedingt ins Wasser fiel, startete sie kurz entschlossen ihren eigenen.

Ganz ohne Bewegung geht es bei Monika Eichinger nicht: Sogar beim abendlichen Fernsehen läuft so ganz nebenbei das Spinnrad mit – ein Hobby, das die Vorchdorferin vor einigen Jahren bei einer Handwerksvorführung für sich entdeckte. Daneben zählt seit zwei Jahrzehnten auch das Laufen zu ihren Leidenschaften, lange Zeit jedoch ohne jede Marathon-Ambitionen: „Erst als ich im Vorjahr beim 12-Stunden-Lauf in Prambachkirchen 79 Kilometer geschafft habe, war dann die Motivation da.“
Die 60-Jährige machte Nägel mit Köpfen und so gab´s zum runden Geburtstag im Herbst von der Familie die Teilnahme am Vienna City Marathon.
Motivierende Kreide-Zeichen und Johnny Cash
Dank zahlreicher Trainingsrunden mit ihrer Tochter bestens vorbereitet, fieberte Eichinger auf ihre Marathon-Premiere hin – doch Corona machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Da auch alle anderen Läufe abgesagt wurden, entschloss sich die 60-Jährige zum Alleingang: „Ich bin um 6.30 Uhr früh los, nach Kirchham, dann Richtung St. Konrad mit einem Abstecher über meinen ehemaligen Schulweg, über den neuen Halsgraben nach Viechtwang, Richtung Pettenbach und über Pfaffing und den Theuerwanger Forst wieder nach Hause.“
Vier Stunden und 19 Minuten war Eichinger unterwegs, neben Musik von Johnny Cash motivierten sie auf den letzten Kilometern auch aufmunternde Sprüche, die ihre Tochter mit Kreide auf die Straße gemalt hatte.
Und als die Neo-Marathonikin am Tag nach ihrem Lauf wieder gemütlich ihre Runde durch den Theuerwanger Forst zog, stand eines fest: „Das war sicher nicht mein letzter Marathon!“


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