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VORCHDORF/FREISTADT. Sein bisher bestes Resultat bei der von Tips präsentierten Lietz Sport Jännerrallye by LT1 will Gerhard Aigner bei der 34. Auflage von 3. bis 5. Jänner verteidigen. Im Vorjahr landete er hinter dem Mühlviertler Lokalmatador Johannes Keferböck auf dem hervorragenden zweiten Platz.

Einen Skoda Fabia R5 bewegt Gerhard Aigner von 3. bis Jänner im Mühlviertel.
  1 / 2   Einen Skoda Fabia R5 bewegt Gerhard Aigner von 3. bis Jänner im Mühlviertel.

Dass er heuer auf einem Fabia R5 überhaupt voll angreifen kann, hat der Vorchdorfer Busunternehmer „neben einigen Gönnern auch dem Entgegenkommen von Skoda Austria zu verdanken“. Aber auch dem Einsatz des 14-fachen Staatsmeisters und viermaligen Jännerrallye-Siegers Raimund Baumschlager aus Rosenau am Hengstpass. „Er hat einen Teil beigetragen, dass ich ein konkurrenzfähiges Auto vom BRR-Team zur Verfügung habe“, bestätigt Aigner. Zumindest einmal für den Klassiker im Mühlviertel, denn die finanzieller Situation des Meisterschaftsdritten des vergangenen Jahres entspannte sich trotz ständiger Suche nach Sponsoren nicht wirklich. „Keineswegs ist die neue Saison ausfinanziert. Wohl oder übel muss ich mich wieder von Rennen zu Rennen hanteln“, befürchtet der 43-Jährige.

Neuer am heißen Sitz

Personell freilich gibt es dennoch Neues, weil Aigners Stammbeifahrer Marco Hübler berufsbedingt nicht zur Verfügung steht. „Er ist in seinem Job bei Magna sehr viel unterwegs, vor allem in den USA. Und dann hat er auch noch einen Familie, die auf ihn wartet. Das geht sich leider alles zeitlich nicht mehr aus“, bedauert Aigner den Rücktritt des verlässlichen Kärntners – und wurde auf der Suche nach einem neuen Begleiter am „heißen Sitz“ in Vorarlberg fündig. Die neue Stimme im Boliden heißt Martin Sztachovics-Tomasini. Der 1975 in Wien geborene Projektmanager lebt in Wolfurt und blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung als Rallye-Copilot zurück. Von 2007 bis 2011 dirigierte er beispielsweise Michael Böhm durch die Szene. Bei der „Jänner“ 2018 landete er mit Sebastian Kletzmayer auf einem Skoda Fabia R5 auf Rang fünf. Zu Sztachovics-Tomasinis PS-Partnern zählten unter anderen auch Willi und Lukas Stengg oder Michael Röck.

Acht Piloten können siegen

Für die Jännerrallye 2019 erwartet Gerhard Aigner wieder ein hautenges Rennen um den Gesamtsieg. „Von den neun R5-Piloten sind zumindest acht fähig, ganz weit vorne zu landen“, bereitet sich der Vorchdorfer auf besonders anstrengende Tage vor. „Rechnen darf man mit nichts, weil die Jännerrallye einfach unberechenbar ist. Aber genau das macht eben auch ihren besonderen Reiz aus. Wenn man überhaupt mit etwas rechnen kann, dann mit einer neuerlich hohen Ausfallsquote.“ Auf dieser List hofft Aigner seinen Namen naturgemäß nicht zu finden. Der frenetische Applaus der Fans bei der Siegerehrung im Vorjahr klingt noch immer in seinen Ohren. Geräusche, an die man sich gewöhnen könnte und die vermutlich auch für weitere Gespräche mit Sponsoren von Vorteil wären.

https://www.jaennerrallye.at/


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