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VORCHDORF. In der gestrigen Gemeinderatssitzung (4. Juli) wurde die Standortverlegung des islamischen Gebetshauses in die Wege geleitet. Der FP-Antrag gegen den Verkauf des gemeindeeigenen Grundstücks an ALIF Vorchdorf, wurde mehrheitlich abgelehnt (zum Tips-Bericht).

Das bisherige muslimische Vereinsgebäude soll Wohnbauten weichen. Foto: ALIF Vorchdorf
Das bisherige muslimische Vereinsgebäude soll Wohnbauten weichen. Foto: ALIF Vorchdorf

Die islamische Glaubensgemeinschaft in Vorchdorf betreibt seit den 80iger Jahren ein Gebetshaus. Genutzt wird dazu der ehemalige Wirt in Messenbach. In einem vor wenigen Jahren errichteten Gebäude ist zudem ein Spezialitätenmarkt untergebracht. Beides soll nun außerhalb der Siedlungsgebiete zwischen BP-Tankstelle und Autobahn neu entstehen.

Gebetshaus soll aus dem Siedlungsgebiet verlegt und durch Wohnbauten ersetzt werden

Auf dem gut 1970 Quadratmeter großen Grundstück, das sich derzeit noch im Besitz der Marktgemeinde befindet, ist ein kompakter zweigeschossiger Bau vorgesehen, der sowohl das Geschäft, als auch das Vereinslokal mit Gebetsraum beherbergen soll.

Das Grundstück in Messenbach wird dazu verkauft und durch einen Immobilienentwickler mit einem attraktiven Wohn-und Siedlungsbauprojekt beplant. Vorgesehen sind vier Gebäude mittlerer Größe mit Garten- und Dachwohnungen. 

Großteil des Gemeinderates stimmte für den Verkauf des Grundstückes

Im Vorfeld zur Gemeinderatssitzung sorgte eine Aussendung der FPÖ für Diskussionen. Teilweise wurde die Bevölkerung auch durch ein Symbol des Minaretts irritiert, welches jedoch für das Gebetshaus weder diskutiert noch vorgesehen ist. Der Gemeinderat stimmte daher mit Ausnahme der FPÖ-Stimmen für die Ermöglichung der Standortverlegung und die Bereitstellung des neuen Grundstückes. Ein in der gleichen Sitzung eingebrachter Antrag der FP mit dem Ziel, den Grundstücksverkauf zu verhindern, wurde mit den Stimmen der anderen Parteien abgelehnt.

Verlegung soll für alle Seiten Vorteile bringen

Argumentiert wird der beschlossene Verkauf damit, dass dies für die Gesamtbevölkerung und insbesondere für die Situation in Messenbach eine deutliche Verbesserung darstellt. Durch die gute Verkehrsanbindung und die Situierung fern von direkten Nachbarn bestehen Vorteile gegenüber dem bisherigen Standort. Vorgestellt wurden die Projekte (Standortverlegung, Wohn- und Siedlungsprojekt) anhand von 3D-Modellen bei denen Anordnung und Größenordnung der Gebäude augenscheinlich und gut ersichtlich sind.

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