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VORCHDORF. Erfolgreiche Frauen aus Wirtschaft, Politik und Kultur sprachen in der Kitzmantelfabrik über „Herausforderungen für die moderne Frau“. Einig war man sich darin, dass die größten Herausforderungen in der Phase der Familiengründung liegen.

  1 / 3   Christine Haiden (l.) forderte mehr Eigenverantwortung - etwa in Form der Nutzung des "Pensionssplittings" durch junge Familien.

Wenn Kinder zu versorgen sind, verlieren viele Frauen den beruflichen Anschluss, was zu finanzieller Abhängigkeit und nicht selten zu Altersarmut führt. Dennoch betonte die FP-Landesparteiobfrau Salzburgs, Marlene Svazek, es sei wichtig, den Frauen die Wahlfreiheit zu lassen, sich der Familie oder dem Beruf zu widmen. Eben diese „Wahlfreiheit“ müsse man zu Ende denken, forderte Journalistin Christine Haiden: „Viele haben nämlich gar keine: Sei es aus finanziellen Gründen, oder weil es bei der Kinderbetreuung Probleme gibt.“

„Pensionssplitting“ wird nur wenig genutzt

Wichtig sei jedoch, dass Frauen Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen, so Haiden, vorhandene Möglichkeiten wie das „Pensionssplitting“ würden allerdings kaum genutzt: Wenn ein Elternteil zur Kinderbetreuung zu Hause bleibt, kann man einen Teil der Pensionsansprüche, die der Partner erwirbt, auf das eigene Pensionskonto gutschreiben lassen. Nur 500 Paare nahmen dies im Vorjahr in Anspruch.

Auch während der Karenz beruflich „dranbleiben“

Gabriele Kössler, Unternehmerin und FH-Dozentin, plädierte für mehr berufliches Engagement – auch während der Familienphase: „Wenn Männer in Karenz gehen, kommen sie regelmäßig in die Firma, fragen was sich tut und nehmen ein bisschen Arbeit mit nach Hause. Frauen kommen auch in die Firma – aber vor allem, weil sie den anderen ihr Baby zeigen möchten“, so ihr pointiertes Beispiel.

„Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch Aufgabe der Gesellschaft“

Wie die Berufs- und Familienaufgaben gleichzeitig zu bewältigen sind, dafür nannten die Diskutantinnen verschiedene Möglichkeiten – vom Hort über das Kindermädchen bis zum Home Office. Die Vereinbarkeit sei aber nicht allein Aufgabe der Frauen, denn „Kinder sind kostbar, aber die Gesellschaft mus es auch ermöglichen“, wie es SWV-Landespräsidentin Doris Magreiter auf den Punkt brachte.


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