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VORDERSTODER. Ortsbäuerin Silke Antensteiner aus Vorderstoder bezeichnet ihren Hof als eine „kleine Arche Noah“. Seit über 50 Jahren ist der Ferienhof Zamsegg ein „Urlaub am Bauernhof“-Betrieb. Silke Antensteiner ist in der dritten Generation, die vermietet. Mittlerweile leben mehr als 14 Tierarten dort.

Jeden Tag bäckt Silke Antensteiner für ihre Gäste frische Semmeln. Foto: Egelseder
  1 / 2   Jeden Tag bäckt Silke Antensteiner für ihre Gäste frische Semmeln. Foto: Egelseder

Silke Antensteiner ist in Linz aufgewachsen, war aber immer schon gerne bei den Großeltern am Land. Als ihre Eltern einen Zweitwohnsitz mit altem Stall kauften, begann ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft. Mit ihrem Mann Hubert und ihren drei Söhnen sowie rund 14 verschiedenen Tierarten – von Kühen, Schafen, Ziegen und Esel über Katzen bis hin zu Enten, Gänsen und Hasen – lebt sie auf dem „Urlaub am Bauernhof“-Betrieb in Vorderstoder.

„Unsere kleine Arche Noah kommt bei den Gästen – besonders bei den Kindern – gut an“, erzählt Antensteiner. Der Betrieb ist auf Babys und Kinder spezialisiert. Urlaub am Bauernhof überprüft alle vier Jahre die strengen Auflagen.

Täglich frische Semmeln

Seit eineinhalb Jahren bäckt Silke Antensteiner jeden Morgen frische Semmeln. Dazu steht sie um 6 Uhr auf, wenn die Gäste um 8 Uhr frühstücken wollen. „Das gefällt den Gästen sehr gut, deshalb werde ich es beibehalten,“ so die Bäuerin.

Rolle der Vermittlerin

„Ich sehe mich in der Rolle der Vermittlerin“, sagt Silke Antensteiner, „viele Gäste haben wenig mit der Landwirtschaft zu tun, man kann sie ihnen wunderbar näher bringen. Einige sind dann verblüfft, weil sie es aus den Medien anders kennen.“ Seit rund zwei Jahren ist Silke Antensteiner Ortsbäuerin in Vorderstoder. Dabei ist ihr die Gemeinschaft der Bäuerinnen im Ort besonders wichtig und dass die angebotenen Aktivitäten möglichst viele ansprechen: „Ich engagiere mich dafür, im Ort etwas zu bewegen und dass ein Zusammenhalt besteht.“

Kreativ gestaltete Zimmer

Nach der Übernahme war ein Umbau nötig. Wir haben darauf geachtet, das Alte und Traditionelle in den fünf Zimmern zu erhalten“, so Antensteiner, deren Hobby – das Keramikmalen – in die neuen Badezimmer einfloss. Die Fließen in den Badezimmern hat die 41-Jährige selbst individuell gestaltet und auch die Vorhänge hat sie selbst genäht.  “Das Kreamikmalen ist mein Ausgleich zu täglichen Arbeit“, erzählt die Bäuerin. Zu ihren Aufgaben zählen die Gästebetreuung, Frühstück machen, Zimmer putzen, Büroarbeit, Kleintiere versorgen und  wenn sie gebraucht wird, geht sie auch in den Stall.

Urlaubsgäste

Gäste kommen viele aus Österreich, im Winter sind auch einige Tschechen und Ungarn dabei. Im Somer auch viele Deutsche und Holländer. „Ich habe aber auch schon Gäste aus Sri Lanka, New York und Israel hier gehabt.“ Viele werden über das Internet auf uns aufmerksam und ein großes Zugpferd sin auch unsere vielen verschiedenen Tierarten.“ Geschlossen ist nur am 24. Dezember und meistens die letzte Ferienwoche. „Das ist unsere Woche für die eigene Familie.“

In der Nebensaison bleiben die Gäste druchschnittlich zwei bis drei Tage am Hof und in der Hauptsaison vier bis sieben Tage. Die 41-Jährige könnte es sich ohne Leute am Hof nicht vorstellen: „Ich habe viel Freude und Spaß mit den Gästen.“ Auch die Kinder wuchsen damit auf. „Man muss jedoch aufpassen, dass die eigenen Kinder auch etwas eigenes wie Spielzeug und Kinderzimmer haben.  Ich habe es genossen, dass die Kinder bei mir waren und auch dass sie jederzeit raus in die Natur können ist schön.“ Auf die Frage, ob sie auch etwas negatives an ihrem Beruf findet, sagt Antensteiner: „Man kommt weniger fort vom Hof und bei unserer Größe hat man viel Arbeit, aber ich nehme das so hin und habe auch gewusst, was auf mich zukommt.“


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