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WAIDHOFEN/THAYA. Seit 1. Jänner 2016 ist Regina Hauer die Leiterin von „Betreutes Reisen“ am Rot Kreuz Stützpunkt. Sie folgt Helgard Brunner nach, die diese Tätigkeit neun Jahre ausgeübt hat. Tips bat die engagierte junge Frau zum Interview.
von ERICH SCHACHERL

Regina Hauer leitet seit 1. Jänner 2016 das Projekt "Betreutes Reisen" vom Roten Kreuz Waidhofen/Thaya. Foto: Schacherl

Tips:Regina, du bist seit Juni 2015 beim Roten Kreuz neben dem Rettungsdienst im Bereich Gesundheits- und SozialeDienste tätig, seit Jahresanfang nun auch verantwortlich für das Projekt „Betreutes Reisen“. Wie ist das gekommen?

Regina: 2015 wurde beim Roten Kreuz in Waidhofen eine Stelle im Gesundheits- und Sozialen Dienst (GSD) ausgeschrieben. Ich habe mich beworben und den Job bekommen. Betreutes Reisen ist ein Teilbereich des GSD. Letztes Jahr war ich dann auch bereits bei einigen Fahrten dabei, habe Helgard Brunner unterstützt und durfte Gäste kennenlernen.

Tips:Seit wann bist du beim Roten Kreuz?

Regina: Ich habe mich im Sommer 2014 in Waidhofen als freiwillige Mitarbeiterin gemeldet. Im Juni 2015 habe ich die hauptberufliche Tätigkeit begonnen.

Tips:Führst du Betreutes Reisen so weiter wie deine Vorgängerin oder hast du neue Ideen?

Regina: Ich möchte das System von Helgard Brunner beibehalten, weil sich viele unserer Gäste bereits daran gewöhnt haben und grundlegende Veränderungen für manche Menschen nicht so einfach anzunehmen sind. Einige kleinere Änderungen wird es aber schon geben. 2016 sind fünf Reiseziele ausgeschrieben, bisher waren es vier. Es wird mehr und speziellere Fotos von unterwegs geben, damit die Reiseteilnehmer mehr fotografische Erinnerungen mitnehmen können. Gäste, die bei jedem Ausflug 2016 dabei sind, erhalten am Jahresende ein persönliches Fotobuch als Erinnerung. Wir haben auch neue Reisegutscheine, das war mir ein wichtiges Anliegen. Mit den Gutscheinen von Betreutes Reisen kann man Erlebnisse und Emotionen schenken.

Tips:Wer kann sich für Ausflüge von Betreutes Reisen anmelden?

Regina: Jeder ist herzlich willkommen. Helgard Brunner hat immer gesagt, Betreutes Reisen ist wie eine Großfamilie und das wird auch so bleiben. Wir freuen uns über Zuwachs. Wenn beispielsweise eine Großmutter ein Enkerl als Betreuung dabei haben will, ist das möglich. Oder die Tochter fährt mit, die 24-Stunden-Pflege eventuell, das geht alles. Es gibt keine Beschränkungen. Ich möchte an dieser Stelle an jeden Menschen appellieren, sich zu trauen, sich bei uns zu melden und mitzufahren.

Tips:Wie sieht es mit dem Betreuerteam aus?

Regina: Auf die Mitarbeiter freue ich mich schon. Das alte Team bleibt bestehen und wird mit neuen Helfern verstärkt. Es haben sich im Laufe des letzten Jahres sechs Interessenten bei mir gemeldet, die mitfahren möchten. Insgesamt haben sich 13 Personen bereit erklärt, mich bei den Ausflügen zu unterstützen. Mir ist wichtig, ein starkes Team dabei zu haben, die meisten der Betreuer sind Rettungssanitäter, aber es sind beispielsweise auch pensionierte Krankenschwestern darunter.

Tips:Gibt es schon das Jahresprogramm für 2016?

Regina: Für heuer sind fünf Reisen geplant. Der erste Tagesausflug führt zur Käsemacherwelt in Heidenreichstein und zur Unterwasserwelt nach Schrems und findet am 30. März und am 6. April statt. Ich nenne es die „Kennenlernfahrt“, das ist die beste Gelegenheit für neue Gäste, einmal mitzufahren und alles kennenzulernen.

Tips:Zwei Fahrten zum gleichen Ziel?

Regina: Zu jedem Reiseziel werden zwei Fahrten geplant. Die erste wird immer mit einem normalen Reisebus durchgeführt. Die zweite Fahrt ist immer mit einem Rollibus (Barrierefreier Reisebus mit sechs Rollstuhlplätzen), damit wir Rollstuhlfahrern einen Komfort bieten können.

 Tips:Zurück zum Jahresprogramm.

Regina: Die zweite Reise ist im Juni und führt ins Benediktinerkloster Altenburg und zur Straußenfarm in Schönberg am Kamp. Im August sind wir mit dem Schiff zwischen Krems und Melk auf der Donau unterwegs, danach folgt eine Besichtigung des Stiftes Melk. Ende September und Anfang Oktober geht es zu den Kittenberger Erlebnisgärten und zur Sandgrube 13 der Kremser Winzer. Als Abschluss 2016 besuchen wir Anfang Dezember die Porzellanmanufaktur Augarten in Wien und den Schönbrunner Adventmarkt. Mir war für heuer wichtig, dass die Fahrten nicht zu lange dauern. Ich weiß von einigen Gästen, dass es für sie nicht so angenehm ist, zu lange im Bus zu sitzen. Im Jubiläumsjahr 2016 haben wir auch versucht, keine Reise der vergangenen zehn Jahre zu wiederholen. Bis auf die Schiffsfahrt von Krems nach Melk ist uns das auch gelungen.

Wer Interesse an Betreutem Reisen hat, soll sich mit Regina Hauer unter 059144/70000 oder regina.hauer@n.roteskreuz.at in Verbindung setzen.


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