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WAIDHOFEN/THAYA. Eine besondere Multivisionsshow wird im Saal der Raiffeisenbank gezeigt.

Alle Fotos: Markus und Heidi Dangl
  1 / 6   Alle Fotos: Markus und Heidi Dangl

Ihren Lebenstraum haben Heidi und Markus Dangl aus Herzogenburg am 1. April 2013 in die Realität umgesetzt. An dem Tag sind sie aufgebrochen, um die Welt mit dem Fahrrad zu umrunden. Die Jobs als Krankenpfleger wurden gekündigt, die Wohnung aufgelöst und die letzten Habseligkeiten verkauft oder verschenkt. Alle Sicherheiten wurden über Bord geworfen und das Ehepaar aus Niederösterreich begab sich auf eine dreijährige Reise ins Ungewisse. Seit vier Monaten sind sie wieder in Österreich angekommen und berichten nun in ihrem Multimediavortrag „Gegenwind ist deppert - In 1210 Tagen mit dem Fahrrad um die ganze Welt“ über ihre Erlebnisse und dass es sich auf alle Fälle lohnt, gewisse Risiken einzugehen um sich seinen Traum zu erfüllen.

Stillstand ist Rückschritt

Ganz nach dem Motto „Stillstand bedeutet Rückschritt“, wollten die beiden nie still stehen und so strampelten sie in drei Jahren über 61.000 Kilometer. 35 Länder auf fünf Kontinenten wurden unter die Reifen genommen und die entlegensten Winkel unseres Planeten besucht. Ihre Reise führte sie unter anderem über die Ausläufer des mächtigen Himalayagebirges auf über 4000 Meter oder in die sengende Hitze der afrikanischen Savanne.

Persönliche Grenzen

Das so ein Vorhaben kein „Kinderfasching“ ist und meist der Wind aus der falschen Richtung bläst, mussten die beiden am eigenen Leib oft erfahren. Ein paar Mal stieß das Paar an seine Grenzen und musste auch über sich hinauswachsen. Da kam dann schon die Frage auf „Warum tut man sich das eigentlich an?“.

Hilfsbereitschaft

Gerade aber weil sie mit dem Fahrrad unterwegs waren, kamen sie immer recht schnell mit der Bevölkerung in Kontakt und haben so die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen weltweit erleben dürfen. Diese vielen netten Begegnungen haben die Reise für die beiden so speziell gemacht und alle Strapazen schnell vergessen lassen.

Roadrunners

In ihrem kurzweiligen Multimediavortrag erzählen die zwei Roadrunners on Tour, wie sich das Paar auf ihrer Webseite nennt, ehrlich, humorvoll und auch mit einem Spritzer Selbstironie von ihren Erlebnissen und berichten von den täglichen Herausforderungen. Wie viel Wasser muss man im australischen Outback mitschleppen? Wo schläft man eigentlich? Was tun wenn plötzlich ein riesiger Elefantenbulle vor einem steht und versucht deine Trinkflaschen zu stehlen? Kann man der Polizei in China auf der Autobahn mit dem Fahrrad davonfahren? Ist der Gegenwind wirklich so deppert? All das und noch viel mehr beantworten die beiden in ihrem Vortrag und nehmen das Publikum auf eine abenteuerliche Reise rund um die Welt mit, sodass drei intensive Jahre wie im Flug vergehen.

Hilfsprojekt unterstützen

Auf ihrer ersten großen Radreise von Alaska nach Argentinien in den Jahren 2007 und 2008 haben die beiden viel Armut und Missstände hautnah und ungeschminkt erlebt. Was bei uns selbstverständlich ist, ist in anderen Teilen der Welt purer Luxus. Das sind oft ganz banale Dinge wie Strom, ein Dach über dem Kopf, genügend zu Essen und fließendes Wasser. Recht schnell hat das Ehepaar die österreichische Hilfsorganisation „Leben braucht Wasser“ (lebenbrauchtwasser.org) gefunden, die in Afrika Brunnen baut und diese nach der Fertigstellung weiter betreut und den Menschen vor Ort eine langfristige Sicherung von Trinkwasser gewährleistet. Auf ihrer Weltreise haben Heidi und Markus Dangl es geschafft, über 5000.- Euro an Spenden aus der ganzen Welt zu sammeln.

Multivisionsshow „Gegenwind ist deppert“

Donnerstag, 20. April 2017, 19.30 Uhr

Saal der Raiffeisanbank, Raiffeisenpromenade 1, 3830 Waidhofen/Thaya

Karten/Infos: 0660/2334933

Web: www.2roadrunners-on-tour.at


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