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WAIDHOFEN/THAYA. Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben. Diese Aussage von Cicely Saunders, der Begründerin der modernen Hospizbewegung, ist auch der Leitgedanke des Hospizvereines Waldviertel mit Sitz in Waidhofen/Thaya. Bei der ordentlichen Generalversammlung Anfang März im Rot Kreuz-Haus wurde erneut eine eindrucksvolle Bilanz präsentiert. Im heurigen Jahr feiert der Verein sein 15-jähriges Bestehen.

Obfrau-Stellvertreterin Ursula Haslinger (2.v.r.) überreichte gemeinsam mit Bundesrat Eduard Köck (li.) und Landesrat Maurice Androsch (re.) Ehrenurkunden für 15 Jahre ehrenamtliche Mitarbeit im Hospizverein an (v.l.) Cäcilia Schmidt, Johanna Pitsch, Lisi Klima und Gerlinde Oberbauer.
Gekommen waren neben aktiven und unterstützenden Vereinsmitgliedern Pfarrer Friedrich Mikesch und Bezirks-Rettungsrat Josef Zimmermann. Die Politik war durch Bundesrat Eduard Köck (ÖVP), Gesundheitslandesrat Maurice Androsch (SPÖ), Bürgermeister Helmut Schuecker (Ludweis, ÖVP), Vizebürgermeister Gerhard Braunsteiner (Waldkirchen, ÖVP), Stadtrat Alfred Sturm (Waidhofen/Thaya, ÖVP) sowie Landtagspräsident a.D. Anton Koczur vertreten. Bedarf steigt stetig Die Hospizarbeit ermöglicht ein Leben in Würde von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Begleitet werden aber auch deren Angehörige, Bekannte und Freunde. Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2014 zeige, so Obfrau Gerlinde Oberbauer, dass „der Bedarf an unseren Angeboten weiter kontinuierlich steigt“. Was sich auch in Zahlen dokumentieren lässt: Der Hospizverein hat aktuell 197 zahlende Mitglieder. 20 ehrenamtliche Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr auf der Palliativstation, in den Pflegeheimen und mobil zu Hause 140 Menschen begleitet. Geleistet wurden 1400 Stunden. 600 Stunden wurden für Fortbildungen und Mitarbeiterbesprechungen aufgewendet. Obfrau Oberbauer: „Der Verein erhält keine Förderung. Lediglich die Gehälter der zwei Koordinatorinnen werden vom Land Niederösterreich gesponsert. Wir erwirtschaften unser Budget selbst.“ Der besondere Dank gelte hier vor allem jenen Gemeinden und Spendern, die den Verein immer wieder unterstützen. „Einnahmen haben wir auch durch Veranstaltungen, die wir organisieren.“ Dadurch sei es möglich, „den Ehrenamtlichen als Anerkennung ein Kilometergeld zu zahlen“.   Wahl des Vorstandes Für die Wahl des Vereins-Vorstandes gab es einen Vorschlag, der von den wahlberechtigten Mitgliedern einstimmig angenommen wurde. Obfrau ist Gerlinde Oberbauer, ihre Stellvertreterin Ursula Haslinger. Die Kassa wird von Beate Bauer verwaltet (Stellvertretung Cäcilia Schmidt). Die Schriftführung macht Elisabeth Weigl (Stellvertretung Irene Königshofer).   Ehrungen Wie bereits erwähnt, gibt es den Hospizverein seit 15 Jahren. Vier Frauen, die von Anfang an mit dabei waren, wurden bei der ordentlichen Generalversammlung 2015 für dieses Engagement geehrt. Lisi Klima, Gerlinde Oberbauer, Johanna Pitsch und Cäcilia Schmidt erhielten eine Ehrenurkunde. „Bei der Gründungsversammlung war wir zu zweit. Im Laufe des Jahres dann zu viert. Es ist schön, dass wir uns in 15 Jahren verzehnfacht haben“, sagte die Obfrau stolz.   Stellungnahmen Landesrat Maurice Androsch sagte, er sei gekommen, „um Danke zu sagen. Fünfzehn Jahre sind keine Kleinigkeit. Ich bewundere Sie, dass Sie diese Arbeit leisten können und wünsche Ihnen viel Kraft für Ihr Engagement.“ Für Bundesrat Eduard Köck ist der Hospizverein „ein wichtiger Baustein in der Gesellschaft in unserem Bezirk.“ National- und Bundesräte haben vor kurzem an einer Enquete zum Thema „Palliativ und Hospiz“ teilgenommen. Dort habe man festgestellt, dass „nicht nur Unglaubliches geleistet wird, sondern dass es dafür mehr Öffentlichkeit braucht“. Zur besseren Unterstützung wird der Bund deshalb rasch 17 Millionen Euro für die Förderung ausschütten. „Es freut mich, das zu hören“, meinte Obfrau Gerlinde Oberbauer, die abschließend sagte: „Meine größte Wertschätzung gehört unseren Mitarbeitern, weil ohne sie geht gar nix.“

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