Bezirk Waidhofen trotzt dem Trend: Arbeitslosigkeit gesunken
WAIDHOFEN/THAYA. In Österreich stottert der Konjunkturmotor weiterhin. Für den niederösterreichischen Arbeitsmarkt bedeutet das, dass die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau bleibt. Während die Arbeitslosigkeit mit Stand Ende September in Niederösterreich um 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, gibt es aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya erfreuliche Nachrichten. Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent gesunken. Die Reduktion betrifft sowohl Männer als auch Frauen und Jugendliche sowie Ältere.

Ende September 2015 waren beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya 597 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 78 Betroffene weniger als im Vormonat und um 54 (oder – 8,3 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
„Die Arbeitslosigkeit ist sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres gesunken. 290 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Minus von 19 (oder – 6,1 Prozent), 307 Männer ein Minus von 35 (oder – 10,2 Prozent). Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 32 (oder – 18,6 Prozent) auf insgesamt 140 gesunken,“ freut sich die Geschäftsstellenleiterin Edith Zach, über den Rückgang bei den vorgemerkten Personen.
Somit waren Ende September 2015 in Summe 737 Personen, davon 597 Arbeitslose und 140 Personen in Schulung (diese werden in der Statistik nicht als arbeitslos gezählt) beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, während es zum Vorjahresstichtag insgesamt 823 Personen waren. „Zählt man den Rückgang bei den arbeitslos Vorgemerkten und bei den Personen, die sich derzeit in Schulung befinden zusammen, ist die Zahl unserer Kunden gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 86 Personen (oder – 10,4 Prozent) zurückgegangen“, informiert Zach.
92 offene Stellen (davon 54 sofort verfügbar) waren Ende September beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von 29 Stellen. Den 24 Lehrstellensuchenden stehen sechs offene Lehrstellen (drei nicht sofort verfügbar) zur Verfügung.
AMS bietet neue Förderangebote Das Arbeitsmarktservice wird im Herbst seine Aktivitäten erneut verstärken, um älteren Arbeitsuchenden rascher wieder zu einem Job zu verhelfen. In Zusammenarbeit mit dem Land und den Gemeinden wird nun auch die Einstellung älterer Verwaltungskräfte an Pflichtschulen unterstützt. Insgesamt zwölf Monate kann diese Förderung über eine gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung dauern.
Auch bei den Eingliederungsbehilfen stellt das AMS ausreichend Mittel zu Verfügung: Drei Monate lang 100 Prozent und danach drei Monate lang zwei Drittel der Lohnkosten erhalten z.B. Unternehmen, die Frauen einstellen, die älter als 50 Jahre alt und länger als 182 Tage beim AMS vorgemerkt sind. „Das ist eine substanzielle Entlastung bei den Lohnkosten, die für einen Beschäftigungsschub sorgen sollte“, erwartet Zach.








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