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WAIDHOFEN/THAYA. Im ersten Halbjahr wurden in Niederösterreich 417 E-Autos neu zugelassen, mehr als doppelt so viele wie im ersten Halbjahr des Vorjahres. In absoluten Zahlen wurden im Bezirk Mödling die Meisten zugelassen, der Anteil der E-Autos an den Pkw-Neuzulassungen ist aber im Waldviertel am höchsten, wie eine Verkehrsclub Österreich (VCÖ)-Analyse zeigt. Der Bezirk Waidhofen/Thaya liegt mit 4,3 Prozent an der Spitze, gefolgt vom Bezirk Horn mit 3,2 Prozent. E-Mobilität in ihrer gesamten Form ist ein zentraler Baustein, um die Klimaziele zu erreichen, betont der VCÖ. 

Neben zahlreichen Privaten, haben auch fünf Gemeinden aus dem Bezirk ein E-Carsharing Projekt initiert.

32.817 Pkw wurden im ersten Halbjahr in Niederösterreich neu zugelassen. Davon waren 417 rein elektrische Pkw. Damit sind schon jetzt mehr E-Autos auf Niederösterreichs Straßen gekommen als im gesamten Vorjahr (354). Innerhalb von Niederösterreich  gibt es bei den E-Autos große regionale Unterschiede, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Im Bezirk Mödling wurden mit 40 die meisten E-Autos neu zugelassen, dahinter der Bezirk Mistelbach mit 34 und der Bezirk Baden mit 33. Wird aber der Anteil der E-Autos an den Pkw-Neuzulassungen betrachtet, dann liegt der Bezirk Waidhofen / Thaya mit 4,3 Prozent klar an der Spitze, gefolgt vom Bezirk Horn mit 3,2 Prozent und dem Bezirk Mistelbach mit 2,9 Prozent. Landesweit kommen E-Autos bei den Neuwagen auf einen Anteil von 1,3 Prozent.

„Der hohe Anteil im Waldviertel kommt nicht überraschend. Denn E-Autos sind für die Region und für kleine Orte bestens geeignet“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Zum einen haben hier viele ein Haus mit Garage, in der über Nacht das Auto einfach geladen werden kann. Gerade für die Fahrten von Zweitautos, die in der Region weit verbreitet sind, reicht die Reichweite der Batterien leicht. E-Autos sind im Betrieb um ein Vielfaches günstiger als herkömmliche Autos. Wird viel gefahren, rechnet sich das E-Auto schneller. Wer mit Freunden oder Nachbarn Carsharing macht, spart sich einiges an Geld. In den Städten ist wiederum die Kombination gehen, Radfahren und Öffentlicher Verkehr am umweltfreundlichsten. 

Zahlreiche Vorteile

Der Klimavertrag von Paris bedeutet, dass bis zum Jahr 2050 der Verkehr ohne Erdöl funktionieren muss. Die E-Mobilität in ihrer gesamten Bandbreite, von der elektrischen Bahn, über E-Busse, E-Autos bis hin zu Elektro-Fahrrädern und E-Mopeds, ist ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel zu erreichen, betont der VCÖ. E-Autos, verursachen mit Ökostrom um rund 75 Prozent weniger klimaschädliches CO2 als herkömmliche Autos. „Vielen ist zudem nicht bekannt, dass das E-Auto stark gefördert wird: E-Autos sind von der NoVA und auch von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit und zahlen keine Mineralölsteuer. Und für ein E-Auto, das als Firmenauto privat genutzt wird, fällt kein Sachbezug an“, informiert VCÖ-Experte Gansterer.

E-Autos alleine bringen aber den Verkehr nicht ans Klimaziel. Deshalb ist ein Gesamtkonzept wichtig, das schon bei einer verkehrssparenden Siedlungsentwicklung beginnt. Das Energiesparhaus ist zu einem Verkehrssparhaus weiter zu entwickeln. Zudem ist das klimafreundliche Mobilitätsangebot stark auszubauen, wie mehr öffentliche Verkehrsverbindungen, eine verbesserte Infrastruktur zum Radfahren und eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung, betont der VCÖ.


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