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WAIDHOFEN/YBBS. Am Samstag gegen 17 Uhr konnte die aus dem Tierpark ausgebüxte Luchsmutter Cleo eingefangen und in einem Tierpark untergebracht werden. 

Luchsmutter Cleo wurde eingafangen
Luchsmutter Cleo wurde eingafangen

Seit Ende Juli läuft die Suche nach zwei aus dem Tierpark Buchenberg ausgebüxten Luchsen. Eine Luchsmutter und ihr Junges entkamen aus dem Gehege und hielten sich seither im Naturpark Buchenberg auf, wo die Tiere immer wieder von Wanderern gesichtet wurden. Zuletzt wagte sich das Muttertier bis in eine Wohnsiedlung vor, was auf die fehlende Fluchtdistanz der Tiere hinwies. Auf Empfehlung von Felix Knauer vom Institut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien, schickte die Stadt bereits im September Expertenteams aus, um die Tiere einzufangen.

Cleo mit Betäubungsgewehr narkotisiert

Vergangenen Samstag war die Suche schließlich erfolgreich. Gegen 17 Uhr wurde das Muttertier Cleo am Buchenberg eingefangen, tierärztlich betreut und in einem Tierpark untergebracht. Nach Sichtungen der Luchsmutter bei Holzarbeiten im Bereich des landwirtschaftlichen Anwesens Obergrasberg, wurde der städtische Jagdverwalter informiert, der in diesem Bereich schließlich einen Rehriss fand. Das Expertenteam der Stadt, bestehend aus Tierärzten, Stadtförster, dem städtischen Jagdverwalter und Ausgehjägern, startete daraufhin eine Suchaktion. Als die Luchsmutter zu ihrem Rehriss zurückkehrte, konnte diese von einem Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr narkotisiert werden. Während der Narkose wurde die Luchsmutter von den Tierärzten überwacht, mit einer Infusion versorgt und in einer Transportbox untergebracht. Nachdem das Tier aufgewacht war und sichergestellt wurde, dass es wohlauf ist, wurde es unter ständiger tierärztlicher Betreuung einem Tierpark übergeben, wo es nun artgerecht untergebracht ist. Die Aktion wurde in laufender telefonischer Abstimmung mit dem Institut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführt. Das Jungtier wurde zuletzt vor über einem Monat auf einer Wildkamera gesichtet. Trotzdem geht die Suche mit Wildkameras und Lebendfangfallen unvermindert weiter. Die Bevölkerung wird weiterhin ersucht Sichtungen an Stadtförster Georg Brenn zu melden. Da laut Experten vom Jungtier keine Gefahr ausgeht, werden die Warnhinweise am Buchenberg entfernt.


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