Waid-a-hoffen – Wie/So gelingt Integration
WAIDHOFEN/YBBS. Das Demonstrationsrecht beziehungsweise die Versammlungsfreiheit gehört zu den Grundrechten und war daher auch schon im Katalog der Grundrechte von 1867 aufgelistet, dieses Grundrecht ist heute verfassungs- und europarechtlich geschützt. Dieses Grundrecht stellt sicher, dass der Bevölkerung die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung gewährleistet wird.

Diese demokratiepolitische Säule wird nun in Waidhofen genutzt, um friedlich für ein humanitäres Bleiberecht zu demonstrieren. “Wir wollen nicht mehr tatenlos zusehen, wie auf den Rücken der Schwächsten der Gesellschaft politisches Kleingeld gemacht wird. Wir verwehren uns gegen die salonfähig gewordene Hetze und gegen unsachliche, gehässige, verleumderische und verunglimpfende Äußerungen und Handlungen, welche Hassgefühle und feindselige Stimmungen unter der Bevölkerung schüren“, so Initiator Norbert Hummer.
Über die Grenzen Waidhofens hinaus
Wurden bei der ersten Kundgebung noch ausschließlich Fälle von inhumanen Abschiebungen aus Waidhofen aufgezeigt, so werden bei der bevorstehenden Veranstaltung auch Beispiele für gelungene soziale Einbeziehung von bisher aus unserer Mitte ausgeschlossener Menschen präsentiert. Wie/So gelingt Integration, so auch der Titel. „Wir wollen aufzeigen, dass man vor dem Fremden keine Angst haben muss, sondern dass diese Fremden, wenn man sie nicht als diskreditierte Objekte, sondern als Menschen sieht, ein gut integrierter Teil unserer Gemeinschaft sein können, sollen und wollen“, ist Hummer überzeugt. “Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Recht geboren. Sie sind mit Vernunft begabt und sollen einander im Geist der Geschwisterlichkeit begegnen.“
Demonstration am 22. Dezember
Treffpunkt für unsere Demonstration ist am Samstag, 22. Dezember, um 15 Uhr am Freisingerberg vor dem Rathaus. Hier werden von Abschiebung Betroffene zu Wort kommen. Anschließend wird sich der Demozug vom Freisingerberg zum Unteren Stadtplatz und über den Hohen Markt zum Schlosshof in Bewegung setzen. Im Schlosshof wird zum Abschluss über die zahlreichen gelungenen Beispiele von Integration und über das moderne Bleiberecht berichtet.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden