[a:bua]-Preise zum vierten Mal verliehen
WAIDHOFEN/YBBS. Bereits zum vierten Mal wurde bei einer feierlichen Festveranstaltung im Schloss Rothschild der [a:bua“-Preis verliehen. Abua ist ein altes Mostviertler Wort für Staunen und Bewundern – und wahrlich zu bewundern sind die diesjährigen Preisträger.

In den Kategorien Kultur, Sport, Soziales und Kultur werden seit dem Jahr 2016 Menschen mit Leuchtkraft für die Stadt und die gesamte Region vor den Vorhang geholt und ausgezeichnet. Am diesjährigen Abend am 8. November wurde auch ein Nachwuchspreis im Bereich Sport verliehen. Die Vorschläge, wer eine Auszeichnung erhalten sollte, kommen übrigens von den Waidhofnern selbst. Eine Jury entscheidet schließlich, wer sich über die begehrte Trophäe, gefertigt in echter regionaler Handarbeit von Schmied Sepp Eybl, freuen darf.
Der Mensch im Zentrum
„Unsere Stadt ist eine Stadt der Vielfalt und der Möglichkeiten. Das was sie ausmacht, sind aber die Menschen, die hier leben, arbeiten, wohnen. Menschen, die bereit sind, sich für etwas einzusetzen, die beharrlich nach vorne schauen und andere mit ihrer Begeisterung mitnehmen, brauchen wir in unserer Gesellschaft. Mit ihrem Gestaltungswillen, ihrem Engagement und Einsatz sind sie Vorbilder und Aushängeschilder für ganz Waidhofen“, so WVP-Bürgermeister Werner Krammer in seiner Eröffnungsrede zum Thema „Entfaltung und Gestaltung“. In Vertretung von ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner richtete ÖVP-Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger Grußworte an das Publikum.
Die Preisträger[a:bua“-Kultur: Walter Zambal
Walter Zambal ist Lehrer für Englisch und Geschichte und Politische Bildung in der HTL Waidhofen und hat sich schon in sehr vielen Sparten verdient gemacht. Herausragend ist sein historisches Wissen um die Stadtgeschichte. Walter Zambal arbeitet seit 1975 bei den Waidhofner Heimatblättern, heute „Historische Beiträge“ des Musealvereins, mit. Er war maßgeblich am Buch „800 Jahre W/Y“ beteiligt, wirkte bei Ausstellungen mit und verfasste einen Beitrag zum Thema „Gemeindeverfassung in der NS-Zeit“ in der Festschrift „150 Jahre Statutarstadt“. In seiner wertschätzenden Laudatio spannte Matthias Settele einen Bogen von Zambals musikalischen Fähigkeiten an der Orgel, am Klavier, Cembalo oder Kontrabass bis hin zu seinem fundierten historischen Wissen.
[a:bua“-Sport: Andreas Fuchsluger
Andreas Fuchsluger vom ASKÖ Waidhofen läuft seit Jahren in den Berglauflangdistanzen und auch bei normalen Bergläufen national und international auf einem sehr hohen Niveau. Er findet sich oft bei Bergmarathons und Bergläufen auf dem Podium in seiner Altersklasse und ist auch im Gesamtfeld immer wieder an der Spitze. Er ist ein ruhiger, zäher, sympathischer Ausdauersportler, der zeigt, dass auch in höheren Altersklassen über lange Jahre ein hohes Niveau für Amateursportler zu halten ist. Laudator und Jurymitglied Wolfgang Schorn würdigte ihn in seiner Ansprache als „echten Sportbotschafter unserer Stadt“.
[a:bua“-Soziales: Norbert Hummer für die Initiative Lernnetzwerk
Das „Lernnetzwerk“ Waidhofen unterstützt ehrenamtlich Volksschulkinder beim Lernen und Aufgabemachen. Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Die ehemalige Sozialstadträtin Maria Fuchs-Semmelweiß betonte in ihrer Laudatio: „Mit großem Einsatz, Zielstrebigkeit und Kompetenz macht sich Norbert Hummer stark für die schwächsten unserer Gesellschaft. Er tritt gegen Ungleichgewicht und für Chancengleichheit ein und hat Menschlichkeit, Miteinander und ehrenamtlichem Engagement in Waidhofen ein Gesicht gegeben.“
[a:bua“-Zukunft: Thomas Welser
Thomas Welser war von Anbeginn der wesentliche Initiator und Ideengeber des Projektes „Beta-Campus“, einem zukunftsweisenden Leuchtturmprojekt am ehemaligen Bene-Areal. In der Software-Entwicklung steht das Wort „Beta“ für eine vorläufige Version. Der Beta-Campus ist ein solcher Vorgriff - auf die Zukunft des Wohnens, des Arbeitens, Lernens, Forschens und Netzwerkens. In seiner Laudatio würdigte Friedrich Hartner das Engagement und die Überzeugungskraft von Thomas Welser und die Bedeutung des für die Region so wichtigen Projekts.
Jugendsportpreis: Nikolas Riegler
Nikolas Riegler befindet sich mit seinem Fahrrad auf der Überholspur. Bei der diesjährigen Österreich-Meisterschaft Straße für Junioren wurde er Österreichischer Meister. Mit seiner Ausdauer, seinem Fleiß und Ehrgeiz ist er Vorbild für viele junge Sportler. Er bekam einen Anerkennungspreis überreicht. Vor dem Kamin empfing kubischmann:abstrakt die Gäste musikalisch und das wunderbare Ensemble „Hoflobfakl“ (Horn, Flöte, Oboe, Fagott und Klarinette) begleitete den Abend mit Holzbläserklängen im Kristallsaal. Im Anschluss wurde bei einem Empfang mit Mostviertler Raffinessen auf die Preisträger angestoßen.


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