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NÖ Hilfswerk: Christina Hönickl ist die neue Demenzbeaftragte für den Bezirk Waidhofen

Leserartikel Silke Michels, 22.01.2015 09:20

WAIDHOFEN/YBBS. Jeder vierte 80-Jährige ist von Demenz betroffen. Für jeden Bezirk in Niederösterreich gibt es ab sofort beim NÖ Hilfswerk eigens ausgebildete Demenz-Beauftragte, die Angehörige und Betroffene kompetent zum Thema Demenz beraten können.
 

Christina Hönickl berät im Bezirk Waidhofen
Christina Hönickl berät im Bezirk Waidhofen
Das Gedächtnis lässt nach. Man vergisst häufig etwas. Das Verrichten einfacher, vertrauter Dinge fällt immer schwerer. Das können Anzeichen einer beginnenden Demenz sein. Auf Grund der zunehmenden Lebenserwartung steigen auch die Zahlen im Bereich der Alterserkrankungen massiv. Das gilt insbesondere für die Demenz. Bereits heute ist jeder vierte 80-Jährige von Demenz betroffen. Im Jahr 2000 litten in Österreich insgesamt 90.500 Personen daran. Experten schätzen, dass sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf etwa 233.800 erhöhen wird.   Der Krankheitsverlauf Zu Beginn verschlechtern sich Gedächtnisleistung, Denkvermögen, Sprache und praktisches Geschick. Dann werden die persönlichen Beeinträchtigungen stärker. Das Verrichten alltäglicher Arbeiten fällt immer schwerer. Im fortgeschrittenen Stadium wird eine ständige Beaufsichtigung und eine intensive Betreuung notwendig. Demenzerkrankungen gehören zu den wesentlichen Ursachen für Pflegebedürftigkeit. 80 Prozent der Personen mit Demenzerkrankungen leben laut Schätzung der österreichischen Alzheimer-Gesellschaft zu Hause und werden von Angehörigen betreut. Eine frühzeitige Diagnose und eine individuelle Therapie sind von großer Bedeutung, um den Krankheitsverlauf der grundsätzlich nicht heilbaren Demenz effektiv zu bremsen.   Demenzbeauftragte für jeden Bezirk Auf diese Herausforderung hat das NÖ Hilfswerk reagiert und 20 diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen speziell ausbilden lassen. In ganz Niederösterreich gibt es nun Demenzbeauftragte (eine/r in jedem Bezirk), die kompetent zum Thema Demenz beraten können. Denn je früher der Verdacht einer Demenz abgeklärt wird, desto eher kann in Kooperation mit dem Arzt mit der individuellen Therapie begonnen werden. Bei der Behandlung stehen die Fähigkeiten der/des Erkrankten im Mittelpunkt. Ziel ist es, dass die/der Betroffene Erfolgserlebnisse hat. Die Behandlung trägt zur Verbesserung der Lebensqualität und zur längeren Erhaltung der Selbstständigkeit bei. Die Angehörigen werden entlastet und durch das Wissen um die Demenz können Hilflosigkeit und soziale Isolation vermieden werden.   Kostenloses Infopaket Das Hilfswerk hat hilfreiche Materialien mit tiefergehend en Informationen und wichtigen Ansprechstellen zusammengestellt. Bestellen kann man dieses kostenlose Informationspaket mit Broschüren und Gedächtnisübungen unter 02742/249 oder service@noe.hilfswerk.at. Kontakt Christina Hönickl: Tel. 07482/43004-20 pflege.oetscherland@noe.hilfswerk.at   

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