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WAIZENKIRCHEN. Es war reiner Zufall, dass Peter Reichert aus Waizenkirchen plötzlich zum Schutzmasken-Großproduzenten wurde. Heute fertigt er 2000 Masken am Tag.

Peter Reichert, hier noch am Meer, ist jetzt Schutzmaskenproduzent. Fotos: privat
  1 / 2   Peter Reichert, hier noch am Meer, ist jetzt Schutzmaskenproduzent. Fotos: privat

Durch eine Radiosendung hörte der Waizenkirchner, dass jemand so viele Aufträge für Schutzmasken hätte, jedoch die Näherinnen fehlen würden, um die Nachfrage zu bewältigen.

Filzpantoffel und Schutzmasken

„Ich habe ein ganz neues, einfaches Muster aus meinem Material gemacht, und ihm ein Mail geschrieben. Er hat sofort geantwortet und am nächsten Tag haben wir uns getroffen. Er war begeistert und so hat es begonnen“, erzählt Reichert. Seit 18 Jahren produziert der ehemalige Inhaber einer Schuhfabrik Filzpantoffel aus Schafwolle für Firmen in Österreich und Deutschland – cirka 10.000 Paar im Jahr. „Ich habe keine Mitarbeiter mehr. Ich mache alles alleine“, so der Waizenkirchner. Durch sein Unternehmen hatte Reichert viel Material auf Lager und so ging es an die Produktion.

Eine Maske in fünf Sekunden

Die Vorteile seiner Masken sind für die Waizenkirchner klar: „Die Passform, und die Schnelligkeit der Herstellung. Eine normale Mehrweg-Maske benötigt cirka 15 Minuten Nähzeit. Meine cirka fünf Sekunden.“ Seine Masken gibt es in sechs verschiedenen Farben und sind aus zwei Millimeter dicken Schafwollfilz mit einer Einlage aus Baumwolle. Diese Einlage sei bis zu 90 Grad waschbar und das Filzteil könne für 30 Sekunden in die Mikrowelle, meint Reichert. Und was ihn auch freue: Das Maskenproduzieren mache einfach Spaß.


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