Waizenkirchner bangen um Verbleib von Pfarrer
WAIZENKIRCHEN. Die möglichen Folgen eines privaten Streits in der Gemeinde Waizenkirchen, in den auch der Pfarrer verwickelt ist, sorgen derzeit für Diskussionsstoff bei den Waizenkirchnern - viele befürchten nun, dass der Pfarrer den Ort verlassen muss.

Stark entbrannt war ein privater Streit zwischen zwei Frauen in Waizenkirchen. Bei einem Autokauf soll die eine vom Ehemann der anderen, einem Autohändler, betrogen worden sein, wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten. Es wurde Anzeige erstattet. Involviert ist auch der katholische Pfarrer Franz Steinkogler, der mit der Autokäuferin eine offene und eheähnliche Beziehung führt. Ihm wird vorgeworfen, die andere Frau aufgrund des Konflikts massiv unter Druck gesetzt zu haben.
Einsatz für Pfarrer
In der Gemeinde wusste man von den privaten Beziehungen des Pfarrers und dessen Verstoß gegen das Zölibat, das katholischen Priestern jegliche Liebesbeziehung untersagt. Doch für die meisten Waizenkirchner, vor allem die Jüngeren, sei das kein Problem – im Gegenteil: „Im Zeitungsbericht wird vermittelt, dass die Waizenkirchner unter Pfarrer Steinkogler leiden, es ist aber das Gegenteil der Fall. Ich finde er ist ein Pionier und Vorreiter der katholischen Kirche bezüglich dem Zölibat“, sagt ein Waizenkirchner Bürger, der sich an Tips wandte. Viele Menschen der 3700-Einwohner Gemeinde hätten nun Angst, dass ihnen aufgrund eines privaten Konfliktes der Pfarrer genommen wird. Wenn dies zum Thema werde, wolle man eine Unterschriften-Aktion für den Verbleib des Geistlichen starten, heißt es. Steinkogler ist seit 2011 in Waizenkirchen tätigt.
Verwirrung statt Kritik
Laut Bürgermeister Fabian Grüneis (ÖVP) höre man in der Gemeinde weder Kritik noch Befürwortung, eher Verwirrung rund um das Thema. „Wir sind froh, dass wir einen Pfarrer haben, er ist in der Gemeinde sehr beliebt und bodenständig“, so Grüneis. Auch die Liebes-Beziehung sehen die Waizenkirchner gelassen. „Es gibt keinen Grund für große Kritik. Wir hoffen, dass wir unseren Pfarrer behalten dürfen“, so der Bürgermeister. Pfarrer Franz Steinkogler selbst befindet sich momentan im Krankenstand und war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Auch von der Diözese Linz gab es zur Thematik und zu möglichen Konsequenzen auf Tips-Nachfrage keine Stellungnahme.


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