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Leserartikel Eva Lindtner, 27.07.2016 08:00

WALDHAUSEN. Am 20. Jänner nahm Maria Schönhofer am Flughafen schweren Herzens Abschied von ihrem Mann und verließ für ein halbes Jahr ihre Heimatgemeinde. Die 63-Jährige entschied sich dafür, über die Organisation „Voluntaris“ in der Diözese Same ein Sozialprojekt zu unterstützen.

  1 / 4   Maria Schönhofer konnte in Tansania viel von ihrer beruflichen und privaten Lebenserfahrung in ihre Arbeit einbringen, viele neue Menschen lieb gewinnen und wertvolle Erfahrungen sammeln.

Die Behinderten-Fachbetreuerin, die während ihres Aufenthaltes zur Uroma wurde, war im „Mama Kevina Hope Center“ für Kinder und Jugendliche mit Behinderung tätig, in dem 22 Kinder betreut werden. Darüber hinaus waren die Erfassung behinderter Kinder in den Dörfern, Therapiewochen mit Eltern und Kindern im Zentrum oder die ambulante Betreuung zu Hause die Haupttätigkeiten während ihres Freiwilligeneinsatzes.

„Die Monate in Tansania waren für mich eine sehr bereichernde, spannende und manchmal auch aufregende Zeit. Ich konnte viel von meiner beruflichen und auch privaten Lebenserfahrung in meine Arbeit einbringen“, erzählt die Waldhausnerin. Insgesamt werden vom Team des „Mama Kevina Hope Center“ in der Region Same-Kilimandscharo rund 500 Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung unterstützt. Maria interessierte sich schon immer für Afrika. Außerdem las sie gerne Berichte und zog in Erwägung vielleicht selbst einmal einen Freiwilligendienst zu machen. Aufmerksam auf das Programm von „Voluntaris“ wurde Maria bei der Freiwilligen Messe in Linz. Dort betreute sie den „Special Olympics Österreich“-Stand, da sie bei dieser Organisation bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich mitarbeitet. Nach einem interessanten Gespräch mit den Mitarbeitern schrieb sie sich in eine Liste ein und wählte ihren Wunschkontinent Afrika.

Da Angebote zu Freiwilligeneinsätzen für ältere Menschen oftmals nur sehr begrenzt sind, bietet „Voluntaris“ internationale Einsätze für Menschen mit fachlicher Ausbildung und Lebenserfahrung an. Für Maria als Behinderten-Fachbetreuerin erwies sich das Projekt in Tansania als perfekte Gelegenheit, ebendiese Erfahrungen einbringen zu können. Auch ihr Interesse an Nationalparks und dem Kilimandscharo trug zu ihrer Entscheidung bei.

Bleibende Eindrücke

Seit einigen Wochen ist Maria nun wieder in Oberösterreich, aber ihr „Herz ist noch am Weg, denn es konnte nicht so schnell folgen“. Der Abschied von den Kindern und gewonnenen Freunden fiel ihr schwer. Die Strudengauerin möchte auch weiterhin das Zentrum, die Schwestern und ihre tansanischen Freunde unterstützen.

Diavorträge geplant

Aus diesem Grund wird sie Diavorträge über ihre Erlebnisse gegen freiwillige Spenden anbieten und ist dankbar für jede Art von Unterstützung. Außerdem sammelt die 63-Jährige Gebrauchsgegenstände, die sie nach Tansania bringen wird, und behält das Projekt weiterhin im Auge. Einen erneuten Aufenthalt für ein, zwei Monate im Zentrum schließt Maria nicht aus.

Die beeindruckenden Bilder und Erlebnisse ihres Freiwilligeneinsatzes hat Maria Schönhofer in ihrem Blog laufend dokumentiert: https://mariaschoenhofer.wordpress.com/category/allgemein/ Persönlicher Kontakt: m.schoenhofer@aon.at


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