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WALDHAUSEN/AMSTETTEN. Im Fall um den Mord an einer 52-jährigen Waldhausenerin Ende Mai im Amstettner Stadtteil Greinsfurth ist nun ein Verdächtiger festgenommen worden.

Foto: fotokerschi.at
Foto: fotokerschi.at

Laut der Staatsanwaltschaft St. Pölten klickten Montagnachmittag die Handschellen. Es handelt sich dabei um einen 39-jährigen Deutschen. Da der Verdächtige nicht geständig ist, muss das Motiv und der genau Tathergang noch weiter ermittelt werden, so die Ermittler bei einer Pressekonferenz in St. Pölten.

Monatelange Ermittlungen

Nach dem Mord an der Filialleiterin eines Supermarktes ergaben die DNA-Abgleiche vom Tatort in nationalen wie in internationalen Datenbanken keinen Treffer. Im weiteren Verlauf wurde das persönliche und berufliche Umfeld beleuchtet. Aber auch hier war schnell klar, dass der Mord damit nicht zusammen hängt. Da es keine Anhaltspunkte auf den Täter gab, wurde Menschen ausgeforscht, die sich zu dem Tatzeitpunkt in und rund um das Einkaufscenter aufgehalten hatten. „Wir haben im Zuge dieser Ermittlungen hunderte Personen überprüft“, so Chefinspektor Hannes Fellner, Ermittlungsbereichsleiter beim Landeskriminalamt Niederösterreich. Dabei wurde der 39-Jährige als Verdächtiger ausgeforscht. Da der Mann obdachlos ist, konnte sein Aufenthaltsort zunächst nicht ermittelt werden. Am 29. Juli konnte er schließlich bei der Autobahnabfahrt Haag festgenommen werden. Er ist soweit unbescholten - es laufen allerdings Ermittlungen wegen Vermögensdelikte. Die Ermittler zeigten sich bei der Pressekonferenz „erleichtert, dass die Tat geklärt ist“ und sich das Sicherheitsgefühl in Amstetten wieder erhöht habe.

Der unter Tatverdacht stehende Deutsche war laut den Ermittlern seit Oktober 2018 arbeitslos und dürfte in seinem Auto übernachtet haben. Seit Mai 2019 hielt er sich im westlichen Niederösterreich auf und schlief in seinem Fahrzeug, das er auf öffentlichen Parkplätzen abstellte. Bei ihm wurde das Mobiltelefon des Opfers gefunden.

Wertgegenstände geraubt

Fest steht, dass der Filialleiterin Wertgegenstände geraubt wurden - darunter Handtasche, Schlüssel, Geldbörse und Mobiltelefon. Den Wagen des Opfers dürfte der mutmaßliche Täter ortsverändert haben. Es wurde in einer Entfernung von rund einem Kilometer zum Tatort am Rand eines Waldes entdeckt.

Hintergrund

Wie berichtet, wurde die 52-jährige Filialleiterin eines Supermarktes am 28. Mai in einer Grünfläche neben dem Parkplatz eines Einkaufszentrums gefunden. Laut dem ersten Obduktionsergebnis wurde die Frau erwürgt. Da lange Zeit von dem Täter jede Spur fehlte, ersuchte das Landeskriminalamt die Bevölkerung um Hilfe und setzte eine Belohnung von 5.000 Euro aus. Auch die Tochter hatte auf Facebook einen Hilferuf gestartet. „Bitte helft uns ... unsere Mama wurde gestern in Amstetten umgebracht... es ist beim Norma neben dem Cineplexx passiert ... es muss jemand was gesehen haben! Bitte teilt das so oft es geht! Danke!“, schrieb sie Ende Mai.


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