„Benefiz-Willi“ verabschiedet sich mit fulminanter Jubiläumsgala
WALDHAUSEN. Es war ein gewaltiges Programm, das der „Benefiz-Willi“ anlässlich der 15. Jubiläumsgala des Benefizvereins Waldhausen am 17. März auf die Bühne stellte. Echte Jungstars aus der Region, Vollblutmusikerin Alexandra Lexer, ein trinkfester Kärntner Schmähbär Udo Wenders, der blonde Wirbelwind Melissa Naschenweng oder die Zellberg Buam als krönender Abschluss – sie alle bescherten den Besuchern über sieben Stunden lang tolle musikalische Erlebnisse.

19.15 Uhr: die Mehrzweckhalle in Waldhausen ist brechend voll, alle waren sie gekommen, um bei der Jubiläumsgala, der (vermutlich) letzten unter Will Stöcklhubers Federführung – dabei zu sein.
Rund sieben Stunden lang wurde geklatscht, geschunkelt, auf Bänken und Tischen getanzt und ausgelassen gefeiert. Den Auftakt machten wie immer die Jungmusiker aus der Region, die für Organisator Willi zu den ganz Großen zählen: Rebecca Häusler, Melanie Etzenstorfer, Larissa Nemzet, Lena Wagesreither oder die „Drillinge und Boss“ aus Martinsberg scheuten sich nicht vor vollem Haus zu spielen.
Alexandra Lexer gab trotz ihres Babybäuchleins musikalisch richtig Gas und zog das Publikum bei ihrem letzten Soloauftritt vor der Babypause „Von null auf Hundert“ in ihren Bann.
Udo Wenders begeisterte mit Stimme und kabarettistischem Talent gleichermaßen, erwies sich als trinkfest und zeigte, wie die Kärntner zu einem Bier kommen. Den zweiten Block nach der Pause eröffneten die „alten Hasen“ aus der Region, die „WV – Krainer“.
Eine regelrechte Menschentraube versammelte sich vor der Bühne, als ein Blondschopf mit pinker Harmonika seinen Auftritt hatte - Melissa Naschenweng. Mit ihrer energiegeladenen Performance riss der Wirbelwind das Publikum von den Sitzen.
Berührende, stille Momente
Und dann gab es auch die „stillen“ Momente, als Willi Stöcklhuber seine 80-jährige Mutter auf die Bühne holte, als Lena Wagesreither gemeinsam mit Udo Wenders ein Duett zum Besten gab oder als die Zellberg Buam die „Verzauberte Geige“ darboten. Mit den drei Brüdern aus Tirol fing vor 15 Jahren die Erfolgsgeschichte der Benefizgala Waldhausen an, mit ihnen soll sie auch enden, so Willi Stöcklhuber nicht ganz ohne Wehmut.
Auch wenn viele der anwesenden Musiker versuchten, Willi zum Weitermachen zu bewegen, es soll seine letzte Gala gewesen sein, wie er meint. Er möchte der Gesundheit zuliebe leiser treten und das Zepter gerne an einen Nachfolger übergeben.
Spendenziel geknackt
Auf eines kann Willi Stöcklhuber und sein 85-köpfiges Team aber stolz sein: Mit dieser 15. Jubiläumsgala wollte der Benefizverein Waldhausen die Summe von 260.000 Euro erreichen, das Ziel wurde weit überschritten, freute sich ein sichtlich erschöpfter Willi Stöcklhuber in den frühen Morgenstunden über den Erfolg.
Denn das ist neben dem musikalischen Erlebnis das wahrscheinlich Nachhaltigste und Wertvollste an der Veranstaltung: Der gesamte Reinerlös kommt verschiedensten Familien aus der Region zugute.
2.20 Uhr: ein erfolgreicher Abend geht zu Ende.


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