Volksabstimmung: Wallerner Bürger sprachen sich gegen vierten Supermarkt in der Gemeinde aus
WALLERN. Auf Initiative der Grünen-Ortsparteigruppe wurde eine Volksbefragung über einen zusätzlichen Supermarkt in der Gemeinde durchgeführt. 58,92 Prozent der Wähler sprachen sich gegen einen vierten Markt in Wallern aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,89 Prozent.

„Soll die Gemeinde die Errichtung eines zusätzlichen Lebensmitteldiskonters auf dem Gemeindegebiet unterstützen und die dafür erforderlichen Flächen umwidmen?“ Mit dieser Frage setzten sich die Wallerner Gemeindebürger bei der Volksbefragung am Sonntag auseinander. Von 2.497 Wahlberechtigten gingen 1.121 Menschen zur Wahlurne. Davon stimmten 657 Wallerner (58,92 Prozent) gegen einen vierten Supermarkt. 458 Menschen (41,08 Prozent) sind für den Bau des Lidl-Marktes. „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und auch mit der Beteiligung. Jene, denen das Thema wichtig war, sind hingegangen und haben mehrheitlich gegen den Supermarkt gestimmt. Das Ergebnis mit dem Argument von zu geringer Wahlbeteiligung herunterzuspielen verstehe ich nicht“, so Wilfried Kraft, Fraktionsobmann der Grünen. Für Bürgermeister Franz Kieslinger (ÖVP) sei es jedenfalls „schade, dass nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten hingegangen sind. Wir hätten uns leichter getan, wenn es wenigstens 50 Prozent gewesen wären“, meint der Bürgermeister. „Dass es so knapp wird, hätten wir nicht geglaubt, da ja nur Stimmung dagegen gemacht wurde“, so der Bürgermeister. Kritisch sieht Kraft zudem: „Wir vermissen die langfristige Planung in der Gemeinde. Lidl klopft an und die Gemeinde sieht nur das schnelle Geld. Natürlich wird das Grundstück einmal verbaut werden, aber es sollte sinnvoll bebaut werden.“Das Ergebnis der Volksbefragung ist für den Gemeinderat nicht bindend. Laut dem Bürgermeister will man nun erstmal das Thema intern diskutieren und dann eine Entscheidung treffen.


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