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WEISTRACH. Johann Kreimel hat auf Einladung des katholischen Bildungswerks im Pfarrheim einen Vortrag gehalten.

Der Vortrag "Alles bio oder was" wurde als nicht empfehlenswert empfunden. Foto: Vowe
Der Vortrag "Alles bio oder was" wurde als nicht empfehlenswert empfunden. Foto: Vowe

Kreimel ist einerseits Bio-Obstbauer und andererseits konventioneller Ackerbauer. Für die Entscheidung zum Bio-Obstbau hätten ihn kommerzielle Überlegungen gebracht und nicht Überzeugung, gibt er im Laufe des Vortrags an. Kreimel betreibt an die 50 Blogs im Internet zu den unterschiedlichsten Themen und bietet sich dort auch als Ersatz für ausgefallene Vortragende an. Zum Thema Bio bot er einen kurzen Exkurs in die Geschichte, um darauf auf die Unterschiede zwischen Pestiziden in der Bio- und der konventionellen Landwirtschaft umzuschwenken.

Kreimel mag sehr belesen sein, führt seine daraus folgenden Schlussfolgerungen aber scheinbar nicht immer bis zum Ende. So hinken einige seiner Vergleiche zur Speicherung von Kohlendioxid als Treibhausgas, weil die Stoffkreisläufe nicht zu Ende gedacht sind. Die Argumente scheinen mit Hausverstand gedacht, aber sind dann eben weil nicht zu Ende gedacht, einfach falsch. Von anwesenden Biobauern wurde Kreimel auch vorgeworfen, dass er falsche Informationen verbreiten würde, wenn er behaupte, dass in einem Betrieb unterschiedliche Sorten sowohl in Bioqualität als auch konventionell produziert werden dürfen. Kreimel nennt diese Bauern nun in einem seiner Blogs „militante Biobauern“ und wirft ihnen vor, die „Lügengeschichten der Öko-Spendenmafia nachzuplappern“.

So wundert es nicht, dass sich das Resumée mehrerer Zuhörer bei „gar nicht empfehlenswert“ für die Inhalte des Kreimel-Vortrags einpendelt.


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