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WELS. Nachdem 2017 ein groß angelegter Suchtgiftring in Wels gesprengt wurde, konnten jetzt auch noch zwei Personen ausgeforscht werden, die den Drogenkonsum in einem Jugendtreff geduldet beziehungsweise womöglich sogar gefördert haben.    

2017 wurde ein großangelegter Suchtgiftring gesprengt. Foto: Weihbold
2017 wurde ein großangelegter Suchtgiftring gesprengt. Foto: Weihbold

Vergangenes Jahr wurden umfangreiche Ermittlungen gegen eine größere Anzahl an Suchtgifthändlern und Abnehmern geführt, die insgesamt rund 115 Kilogramm Marihuana in Wels weiterverkauft hatten. Insgesamt 14 Großhändler wurden damals ausgeforscht, festgenommen und zum Teil bereits rechtskräftig verurteilt. 

Im Zuge dieser Ermittlungen stellte sich außerdem heraus, dass der überwiegende Teil der ausgeforschten Konsumenten, ihre ersten Erfahrungen mit Drogen 2014 und 2015 in einem Jugendtreff gemacht haben.

Erste Versuche als Kleindealer

Laut Angaben mehrerer Beschuldigter konnten die zum damaligen Zeitpunkt 14- bis 16-jährigen Jugendlichen in den Räumlichkeiten Marihuana konsumieren. Teilweise sollen die Jugendlichen sogar von den Aufsichtspersonen aufgefordert worden sein, Marihuana zu probieren. Auch die ersten Versuche als Kleindealer fanden angeblich unter Duldung der erwachsenen Aufsichtspersonen im Jugendtreff statt.

Aufsichtspersonen verweigerten Aussage

Jetzt konnten ein 31-Jähriger und eine 41-Jährige aus Wels als die Aufsichtspersonen und Verantwortlichen ausgeforscht werden. Beide verweigerten sämtliche Angaben zum Sachverhalt, weshalb kein Motiv ermittelt werden konnte. Die beiden Beschuldigten wurden der Staatsanwaltschaft Wels auf freiem Fuß zur Anzeige gebracht.

„Keine städtische Einrichtung“

Der Welser Sicherheitsreferent Gerhard Kroiß zeigt sich angesichts der entsprechenden Pressemeldung der Landespolizeidirektion OÖ fassungslos. „Ich möchte in aller Deutlichkeit klarstellen, dass es sich bei diesem Jugendtreff um keine städtische Einrichtung handelt, sondern diese von einem privaten Verein betrieben wird. Die beiden Betreuer sind keine Angestellten der Stadt.“ Er erwarte sich von den Betreibern eine lückenlose und rasche Aufklärung sowie eine Distanzierung von den in ihren Räumlichkeiten stattgefundenen Handlungen. 


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