Keine Rettungsgasse: Feuerwehr musste in Wels beinahe zu Fuß zu eingeklemmten Unfallopfern gehen
WELS. Auf der A25 Welser Autobahn ist am Donnerstagvormittag im Bereich Wels-Neustadt ein schwerer Unfall mit drei Pkw passiert. Zwei Insassen wurden in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Für Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt gestaltete sich bereits die Anfahrt schwierig. Im dichten Stau wurde kaum Platz gemacht, die vorgeschriebene Rettungsgasse kam praktisch nicht zustande.
Notfalls zu Fuß
Nach Angaben der Feuerwehr war die Situation so chaotisch, dass bereits begonnen wurde, einen Rollcontainer mit hydraulischem Rettungsgerät von einem Einsatzfahrzeug abzuladen, um die letzten rund eineinhalb Kilometer zu Fuß zur Unfallstelle zurückzulegen.
Mindestens fünf Minuten Zeitverlust wegen fehlender Rettungsgasse
Erst als sich der Stau etwas ordnete, gelang es den Einsatzfahrzeugen mit deutlicher Verzögerung bis zur Unfallstelle vorzudringen. Nach Einschätzung der Feuerwehr verlängerte die fehlende Rettungsgasse die Anfahrtszeit um mindestens fünf Minuten.
Vor Ort befreiten die Einsatzkräfte die beiden eingeklemmten Insassen mit hydraulischem Gerät aus dem Unfallfahrzeug. Mehrere Rettungsteams, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Notarzthubschrauber Martin 3 übernahmen die medizinische Versorgung. Die beiden Verletzten wurden nach notärztlicher Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Stundenlange Sperre
Anschließend führte die Polizei die Unfallaufnahme durch, parallel dazu beseitigte die Feuerwehr ausgelaufene Betriebsmittel und Trümmerteile. Abschleppunternehmen verbrachten die beschädigten Fahrzeuge von der Autobahn, damit die Strecke wieder freigegeben werden konnte.
Die A25 war in dem betroffenen Abschnitt für mehrere Stunden komplett gesperrt. Der Verkehr wurde über die A8 Innkreis Autobahn und die A1 Westautobahn umgeleitet, dennoch bildete sich vor der Unfallstelle ein längerer Rückstau. Die vor dem Sperrbereich befindlichen Verkehrsteilnehmer mussten bis zum Ende der Aufräumarbeiten und der Freigabe der Autobahn ausharren.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden