Erfolgreichste Ausstellung des afo: "Kontaminierte Orte" in Marchtrenk
MARCHTRENK. Seit Jahrzehnten ist Reinhard Gantner das Kulturleben in seiner Heimatstadt ein großes Anliegen. Jetzt ist dem früheren Kulturstadtrat ein ganz besonderer Coup gelungen: Er holt die bisher erfolgreichste Ausstellung des Architekturforums Oberösterreich afo als erstes nach Marchtrenk!

„Kontaminierte Orte“ lautet der Titel der Ausstellung, die auf Martin Pollacks „Kontaminierte Landschaften“ zurückgeht. Orte oder Landschaften, „meist auf den ersten Blick harmlos, unschuldig, die jedoch etwas verbergen, ein düsteres Geheimnis, das auf die Vergangenheit verweist“, erklärt der Autor in seinem Vorwort zum Ausstellungskatalog.
Kriegsgefangenenlager
Marchtrenk ist aufgrund des Kriegsgefangenenlagers im Ersten Weltkrieg Teil der kontaminierten Orte und leistet seinen Beitrag zu einer verortbaren, räumlich erfahrbaren Erinnerungskultur ab Freitag, 11. September, 19 Uhr beim ehemaligen Kellerwirt im Musem Marchtrenk.
Spannendes Rahmenprogramm
Rund um diese Ausstellung hat Gantner als Obmann des Museumsvereins ein spannendes Rahmenprogramm entwickelt. Am Tag des Denkmals, 27. September beteiligt sich der Museumsverein beim Wasserturm mit einer kleinen Ausstellung über das k.u.k. Kriegsgefangenenlager. Am 2. Oktober gibt es im FullHaus eine szenische Lesung zu Johannes Neuhausers Biografie über den jüdischen Jungen Harry Merl, der die Shoa mitten in Wien überlebt hat. Zwei Lesungen runden die Eventreihe ab. Elisabeth Escher liest am 13. Oktober aus ihrem neuen Roman „Das Fenster zum Himmel“ und Martin Pollack stellt am 16. Oktober seinen Neuerscheinung „Die Frau ohne Grab“ vor.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden