Musik im Konzentrationslager
WELS. Allen Widrigkeiten zum Trotz findet heute Mittwoch, 24. November 2021, das „Experiment Literatur“ statt. Den musikalischen Vortrag „Musik im Konzentrationslager“ von Akkordeonspieler Paul Schuberth gibt es um 19.30 Uhr als Livestream aus dem Schlachthof.

In den Händen der SS wurde Musik zum Folterinstrument pervertiert. Sei es in Form des Zwanges zum Singen, der Beschallung des Lagergeländes mit nationalistischen Liedern oder der musikalischen Untermalung von Exekutionen. Diese „kultivierte Barbarei“ ist eine Facette, die bei der Erforschung der Nazi-Verbrechen bislang noch wenig Beachtung fand. Paul Schuberth hat sich dessen bei seinem Studium angenommen. Herausgekommen ist nicht nur ein akademischer Titel, sondern ein Vortrag, der unter die Haut geht. Dabei kommen Stücke von Hanns Eisler, Józef Koffler, Erwin Schulhoff zur Sprache und zur Aufführung.
Politische Inhalte
Schuberth ist einer der besten und innovativsten Akkordeonspieler und Jazzkomponisten des Landes. Seine Mischung aus Klassik, Jazz und Experiment ist einzigartig. Der 1994 in Steyr Geborene ist nicht nur als Solokünstler preisgekrönt, sondern fällt durch seine vielfältigen Projekte und Kooperationen auf. Neben Eigenkompositionen und Originalwerken ist es ihm ein Anliegen, immer wieder Politisches in seine Konzerte zu schmuggeln.
Als „Eintritt“ freut sich das Experiment Literatur-Team über eine Spende an den Betriebsverein Alter Schlachthof Wels AT77 2032 0321 0033 4609


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