Dämonentheater im Museum Angerlehner
THALHEIM. Unter dem Titel „Dämonentheater“ zeigt das Museum Angerlehner aktuell eine umfassende Einzelpräsentation des Malers, Zeichners, Bildhauers und Literaten Michael Vonbank.

Der Ausstellungstitel ist dabei Programm: Die große Ausstellungshalle des Museums verwandelt sich in ein Stationen-Theater, das die Besucher tief in die imaginären Welten des früh verstorbenen Künstlers führt. Im alten Griechenland stand „daimon“ für eine innere Kraft, für etwas, auf das wir „versessen“ sind, weil dieses Etwas uns selber ausmacht. „Daimonion“ stand für eine innere Stimme, die als Entscheidungshilfe dient. Vonbank greift diese Bedeutungsfelder auf und spürt in seinen bildnerischen Arbeiten und Skulpturen sowohl individuellen als auch kollektiven „Dämonen“ der Gesellschaft nach.
Im Museum Angerlehner sind Vonbanks wahnsinnig wuchtige, farbintensive Arbeiten immer im Dialog mit Werken aus der Sammlung Angerlehner ausgestellt. „Alles flüstert mit dem Betrachter und mit den Bildern daneben“, erklärt Kurator Vitus Veh. Neben Vonbanks „Flaschengeistern“ (alkoholische Flaschen mit Pappmaché umhüllt) und den durch die ganze Halle verteilten dreidimensionalen Glückskobolden gibt es auch Dialogbilder des Künstlers mit seinem Lehrer Christian Ludwig Attersee. Vonbank malte die Hälfte eines Bildes, Attersee reagierte darauf malerisch.


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