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STADL-PAURA/Ö. Die Naufahrt und der Gegenzug auf der Traun wurden von der Unesco in das Nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. Der Schifferverein berichtet, wie es dazu kam.

Immaterielles Kulturerbe Naufahrt und Gegenzug (Foto: N. Krutzler)
  1 / 3   Immaterielles Kulturerbe Naufahrt und Gegenzug (Foto: N. Krutzler)

Die Idee, sich als Immaterielles Kulturerbe Österreichs zu bewerben, hatte Schiffervereins-Vorstandsmitglied Hans Günther, der auch Kontakt zur Unesco aufnahm. Nach gemeinsamen Terminen fand man das genaue Thema, das auch den Anforderungen entspricht. Der Titel des Antrages lautete „Naufahrt und Schiffsgegentrieb mittels Pferdezug auf der Traun“.

Wer schon einmal an einem Gegenzug teilgenommen hat, kann nachvollziehen, dass das Manövrieren des sechs Tonnen schweren Schiffs flussabwärts (Naufahrt) besondere Kenntnisse erfordert. Auch das Zurückziehen des Schiffes mit vier Pferden ist eine besondere Herausforderung. Dabei wird der Schifferverein von HTC Hellmayr ganz besonders unterstützt.

Professionell vorbereitet

Die Ausarbeitung des Antrages nahm viel Zeit in Anspruch, viel Wissen wurde dabei von Schiffervereins-Ehrenobmann Alfred Sohm eingebracht. In Maria Sams vom Stadtmuseum Bad Ischl und Christoph Stöttinger vom Stift Lambach fand man Experten zum Verfassen der fachlichen Begleitschreiben. Alexander Savel (Traunspiegel Verlag) und Johannes Mayrhofer (Pferdezentrum) verfassten Empfehlungsschreiben. Im Mai wurde der Antrag abgegeben, Anfang Oktober kam von der Unesco die positive Rückmeldung.

Unter Immateriellem Kulturerbe versteht die Unesco verschiedenste Künste, gesellschaftliche Praktiken, Bräuche, Feste, Naturwissen oder Handwerkstechniken, die von Menschen ausgeübt, weitergegeben und weiterentwickelt werden. „Das Element hat eine identitätsstiftende Funktion für die Gemeinschaft und wird durch vielseitiges Engagement an nachfolgende Generationen weitergegeben“, lautete die Begründung der österreichischen Unesco-Kommission. Die feierliche Urkundenverleihung wird im Frühjahr/Sommer 2023 stattfinden.


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