Welser Starfotografin Elfi Semotan verstorben
WELS. Mit Elfie Semotan ist eine der bedeutendsten Fotografinnen Österreichs und eine international anerkannte Künstlerin verstorben. Die in Wels geborene Fotografin prägte über Jahrzehnte hinweg die Welt der Mode-, Porträt- und Werbefotografie mit einer Bildsprache, die weit über klassische Inszenierungen hinausging. Sie wurde 84 Jahre alt.

Geboren 1941 in Wels, führte Semotans Weg zunächst als Fotomodell nach Paris. Dort sammelte sie erste Erfahrungen in der internationalen Modewelt, bevor sie selbst zur Kamera griff. Dieser Perspektivenwechsel markierte den Beginn einer außergewöhnlichen Karriere. Mit ihrem unverwechselbaren Stil schuf sie Fotografien, die Geschichten erzählten, Menschen in ihrer Persönlichkeit einfingen und neue Maßstäbe in der visuellen Kommunikation setzten.
Generationen beeinflusst
Ihre Arbeiten erschienen in renommierten Mode- und Lifestyle-Magazinen rund um den Globus. Gleichzeitig entwickelte sie einen künstlerischen Zugang zur Fotografie, der sie weit über die Grenzen der Werbe- und Modebranche hinaus bekannt machte. Semotan verstand es, Ästhetik und Authentizität miteinander zu verbinden und beeinflusste damit Generationen von Fotografen.
Großer Landeskulturpreis 2024
Auch ihre Verbundenheit zu Oberösterreich blieb während ihrer internationalen Karriere bestehen. Erst im Jahr 2024 wurde sie mit dem Großen Landespreis für Kultur des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. Damit würdigte das Land ihr herausragendes Lebenswerk und ihre internationale Strahlkraft.
Betroffen zeigte sich auch Landeshauptmann Thomas Stelzer. In einer Stellungnahme würdigte er die Verstorbene als „außergewöhnliche Künstlerin und große Persönlichkeit“. Semotan habe mit ihren Fotografien neue Maßstäbe gesetzt und die internationale Foto- und Werbewelt nachhaltig geprägt. „Ihre Bilder erzählen Geschichten, berühren Menschen und eröffnen neue Perspektiven“, so Stelzer. Zudem hob er hervor, dass die Künstlerin trotz ihrer weltweiten Karriere ihre oberösterreichischen Wurzeln nie vergessen habe.


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