„Da wo ich herkomme“: Schüler im Gespräch mit Flüchtlingen
WELS. Beide Seiten waren nervös vor dem Treffen. Doch schon nach den ersten Minuten entwickelte sich ein interessierter und munterer Dialog zwischen den Schülern der Neuen Mittelschule der Franziskanerinnen und Flüchtlingen des BFI-Kurses „Meso“ zum Gespräch.

Für die Flüchtlinge im Deutsch- und Berufsvorbereitungskurs „Meso“ stellte der Ausflug eine ziemliche Herausforderung dar. Sie waren extrem nervös und fürchteten, auf Fragen der Jugendlichen womöglich keine Antwort parat zu haben, oder noch schlimmer: Man könnte sie auslachen. Angekommen in der Schule, verflogen ihre Sorgen im Nu. Die Zugewanderten wurden von den Schülern extrem herzlich und offen aufgenommen. Sie stellten Fragen wie: „Warum habt ihr euch ausgerechnet für Österreich entschieden?“ „War der Abschied aus dem Heimatland schwer?“ „Was gefällt euch am besten in Österreich?“ „Seid ihr zufrieden mit eurem neuen Leben?“ Die Meso-Teilnehmer erzählten stolz von ihren Geburtsländern, ihrer Kultur, von einigen Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten. Die Schüler wiederum berichteten von ihren Erfahrungen in der Schule und im Alltag. Aber auch die wenig erfreulichen Dinge wurden nicht ausgespart. Manche Kursteilnehmer erzählten ihre Fluchtgeschichte und die Beweggründe, warum sie alles hinter sich lassen mussten. Auch die zum Teil schwierigen Startbedingungen im Aufnahmeland wurden thematisiert. Bei der Jause nahm jedoch die fröhliche Stimmung wieder Oberhand. Die Flüchtlinge hatten selbst gemachte Spezia-litäten mitgebracht und erklärten, wie diese zubereitet werden. Dieser Austausch von Ereignissen aus dem Leben von jungen Menschen und Zugewanderten konnte zum Abbau von so manchen Vorurteilen beitragen.

