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„Da wo ich herkomme“: Schüler im Gespräch mit Flüchtlingen

Gerald Nowak, 06.05.2015 07:00

WELS. Beide Seiten waren nervös vor dem Treffen. Doch schon nach den ersten Minuten entwickelte sich ein interessier­ter und munterer Dialog zwi­schen den Schülern der Neuen Mittelschule der Franziskane­rinnen und Flüchtlingen des BFI-Kurses „Meso“ zum Ge­spräch.

´Gruppenbild der Flüchtlinge mit den Schülern
´Gruppenbild der Flüchtlinge mit den Schülern
Für die Flüchtlinge im Deutsch- und Berufsvorbereitungskurs „Meso“ stellte der Ausflug eine ziemliche Herausforderung dar. Sie waren extrem nervös und fürchteten, auf Fragen der Ju­gendlichen womöglich keine Antwort parat zu haben, oder noch schlimmer: Man könnte sie auslachen. Angekommen in der Schule, verflogen ihre Sorgen im Nu. Die Zugewanderten wurden von den Schülern extrem herz­lich und offen aufgenommen. Sie stellten Fragen wie: „Warum habt ihr euch ausgerechnet für Österreich entschieden?“ „War der Abschied aus dem Heimat­land schwer?“ „Was gefällt euch am besten in Österreich?“ „Seid ihr zufrieden mit eurem neuen Leben?“ Die Meso-Teilnehmer erzählten stolz von ihren Ge­burtsländern, ihrer Kultur, von einigen Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten. Die Schüler wiederum berichteten von ihren Erfahrungen in der Schule und im Alltag. Aber auch die wenig erfreulichen Dinge wurden nicht ausgespart. Manche Kursteil­nehmer erzählten ihre Fluchtge­schichte und die Beweggründe, warum sie alles hinter sich las­sen mussten. Auch die zum Teil schwierigen Startbedingungen im Aufnahmeland wurden the­matisiert. Bei der Jause nahm jedoch die fröhliche Stimmung wieder Oberhand. Die Flüchtlin­ge hatten selbst gemachte Spezia-litäten mitgebracht und erklärten, wie diese zubereitet werden. Die­ser Austausch von Ereignissen aus dem Leben von jungen Men­schen und Zugewanderten konn­te zum Abbau von so manchen Vorurteilen beitragen.