"Trauerkundgebung für die 71"
WELS. Rund 900 Menschen nahmen in der Innenstadt an einer Trauer- und Solidaritätsveranstaltung für Flüchtlinge teil. Gemeinsam wollte man seinem Entsetzen über den Tod der 71 Syrer an der österreichischen-ungarischen Grenze Ausdruck.

Die Kundgebung war von der Welser Initiative gegen Faschismus/Antifa und zahlreichen anderen Freiwilligen organisiert worden. Laurien Scheinecker, Vorstandsmitglied der Welser Antifa, bezeichnete die Tatenlosigkeit der politisch Verantwortlichen als nicht mehr hinnehmbar: „Man kann nicht immer nur auf die Stimmen der rechten Schreihälse schielen. Der Großteil der Bevölkerung will eine humane Lösung dieser Tragödien. Es ist unglaublich, dass wir innerhalb von 3 Tagen so viele Menschen mobilisieren konnten.“
Die Welser Initiative gegen Faschismus versucht auf unterschiedliche Art auch praktische Hilfe für Flüchtlinge zu leisten, etwa durch eine Facebook-Gruppe, die helfen soll Sachspenden aufzutreiben bzw. zu vermitteln: „Flüchtlingen helfen in Wels und Umgebung“
Weiters initiierte man im Vorjahr eine Spendensammlung für Flüchtlinge in der Türkei. Ein weiteres Solidaritätsfest für diese wird am 30. Oktober im Alten Schlachthof Wels stattfinden.


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