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WELS. Der Bücherbus ist fahr­zeugtechnisch gesehen am Ende. Eine Reparatur machte keinen Sinn. So ging es in den letzten Wochen um die Zukunft dieser Einrichtung generell. In einem kurz vor der Wahl ein­berufenen Kulturausschuss wurde nun einstimmig ein Grundsatzbeschluss für eine „fahrende Bibliothek“ gefällt.

Der Bücherbus wird ersetzt.
Der Bücherbus wird ersetzt.

Der Bücherbus ist derzeit stillge­legt. In der Übergangsphase heißt es nun für alle in die Hauptbiblio­thek pilgern. Beinahe sämtliche Kindergärten und Horte sowie Volks- und Hauptschulen werden regelmäßig (3-Wochen-Turnus) betreut. Zusätzlich versorgt der Bücherbus an den Nachmittagen sämtliche Stadtteile (neun Halte-stellen) und erfüllt somit auch eine wichtige soziale Funktion.

„Deswegen ist mir diese Einrich­tung so wichtig. Mütter mit Kin­dern, die zuhause sind, oder Se­nioren, die nicht mehr so mobil sind, können nicht so einfach in Schulbibliotheken oder in die Me­diathek im Herminenhof kom­men. So freue ich mich über die Einstimmigkeit im Grundsatz­beschluss“, sagt Kulturreferent Walter Zaunmüller. „Seit über einem Jahr thematisiert die ÖVP den Bücherbus der Stadt Wels und brachte daher einen entsprechen­den Antrag im Gemeinderat ein. Dieser Antrag wurde wortlos von SPÖ und FPÖ dem Ausschuss zugewiesen – und die wichtige Entscheidung über die Nachfolge somit bewusst auf die lange Bank geschoben. Alleine heuer wurden bis 30.6. über 40.000 Entlehnun­gen gezählt – für mich ist das ein klares Indiz für die große Akzep­tanz dieser Einrichtung“, erklärt VP-Vizebürgermeister Peter Leh­ner.

In den nächsten Wochen und Mo­naten erarbeiten die Spezialisten ein Konzept für eine fahrende Bi­bliothek. „Es gibt die unterschied­lichsten Herangehensweisen. Es muss fahrbar sein und auf dem neuesten Stand der Technik. Es ist egal, ob es ein Bus oder ein LKW ist. Wichtig ist, dass Literatur egal in welcher Form zu den Menschen kommt“, meint Zaunmüller. Der endgültige Beschluss soll im ers­ten Gemeinderat nach der Kons­tituierung erfolgen. Die Kosten-Obergrenze für das Projekt wird mit 350.000 Euro angegeben.


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