„Die Straßensperre ist ein erstes Zeichen“
WELS. Kinder sind mit ihren Rollern auf der Fahrbahn unterwegs. Es gibt Kaffee und Kuchen, dazu auch ein Seidel Bier, wenn gewünscht. Es ist dies aber kein fröhliches Fest, auch wenn es für den Rasch-Vorbei-fahrenden so den Eindruck erweckt. Die Bürgerinitiative Autobahnanschlussstelle Wels Wimpassing hat für eine Stunde die Albrechtstraße gesperrt.

Es sind nicht alle begeistert von der Sperre. Nicht nur Berufsfahrer müssen Umwege in Kauf nehmen, auch einige Anrainer sind nicht gerade erfreut. Den Mitgliedern der Bürgerinitiative reicht es aber: „Die Straßensperre ist ein erstes Zeichen. Es gibt für uns hier nur Belastungen und keine Entlastung. Uns reicht es.“
Die Forderungen sind klar: Der Durchzugsverkehr aus sechs Bezirken muss weg. Es muss die Verlängerung der fertigen Voralpenstraße nördlich der Autobahn zur B1 geben. Dazu braucht es endlich ein Fahrverbot für LKWs auf der Albrechtstraße. Durch das Sportzentrum und Betriebsansiedelungen steigt der Durchzugsverkehr weiter an. „Wohnen, Sport, Freizeitanlage, das sollen die Merkmale für Wimpassing sein und nicht Verkehrshölle. Es geht um mehr als eine Straße, es geht auch um eine gute Ansiedelungspolitik. Vertreibung und Absiedelung ist nicht gut für die Entwicklung des gesamten Stadtteils“, heißt es auf einem Flugblatt, das an die Pressevertreter verteilt wurde. SP-Verkehrsreferent Klaus Hoflehner sprach mit den Bürgern vor Ort: „In der Alpenrosenstraße schauen wir uns an, wie eine Verkehrsberuhigung möglich ist. Wir reden mit der Polizei über Geschwindigkeitskontrollen. Wir werden weiter den Kontakt mit den Bürgern halten.“ Das betrifft vor allem auch die Autobahnanschlussstelle Wimpassing. Realistischer Baubeginn ist 2018.


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