Welser Frauenforum fordert Ausbau der Kinderbetreuung
WELS. „Frauen, zurück an den Herd! Feminismus im Rückwärtsgang.“ – so lautete der provokante Titel eines Vortrags, zu dem das Welser Frauenforum in die Arbeiterkammer lud. Knapp 50 Besucherinnen folgten der Einladung und gingen der Frage nach, ob der Feminismus für junge Frauen heute ausgedient hat.

Martina Schorn vom Wiener Institut für Jugendkulturforschung präsentierte in einem spannenden Referat Studienergebnisse über die Werte und Einstellung junger Frauen. Diese belegen, dass sich heute immer mehr junge Frauen an traditionellen Rollenmustern orientieren. Werte wie Sparsamkeit und Sicherheit gewinnen wieder an Bedeutung und selbst die längst überholt geglaubte Rollenverteilung zwischen Mann und Frau erlebt eine Renaissance.
Diskussion
Auch die Ergebnisse des Welser Frauenberichts sind in die Diskussion eingeflossen. Diese weisen auf eine Schieflage in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit in Wels hin. Die Autorinnen formulierten auf Basis ihrer Forschungsergebnisse eine Reihe an Handlungsempfehlungen, etwa den Ausbau der Kinderbetreuung, die Initiierung lokaler Beschäftigungspakte, eine Bildungsoffensive, Unterstützung von pflegenden Angehörigen – um nur einige zu nennen. Das Frauenforum ist ein loser Zusammenschluss von Welser Einrichtungen aus den Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit und Beratung. Das überparteiliche Netzwerk setzt sich für die unterschiedlichsten Anliegen von Frauen ein.


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