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WELS. Herwig van Staa war der Hauptredner bei der Gedenkkundgebung der Stadt anlässlich des 79. Jahrestages der Reichspogromnacht. Der ehemalige Tiroler Landeshauptmann und Innsbrucker Bürgermeister meinte, dass es wichtig sei sich zu erinnern: „Die Erinnerung ist ein mahnendes Beispiel, das sich etwas ändert“.

„Das Gedenken an die Ereignisse in der Reichspogromnacht sollte uns daran erinnern, was die Zeit des Nationalsozialismus bedeutet und mit sich gebracht hat. Das Gedenken an alle Opfer, die ihr Leben lassen mussten, soll für uns eine wahrende Verpflichtung für Frieden und Freiheit, aber auch für Respekt und Toleranz gegenüber anderen, vor allem gegenüber Minderheiten sein“, sagt der der mittlerweile 75-Jährige, der 1960 am Gymnasium in der Schauerstraße in Wels maturierte. In seiner Zeit als Politiker in Tirol setzte er sich für viele Projekte Gedenken an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus Erklärtes Ziel von van Staa war und ist es, „das jüdisch-christliche Verhältnis zu stärken und zu festigen.“ Für dieses Engagement wurde er unter anderem im Jahr 2013 mit der Ehrenurkunde der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg ausgezeichnet. Für ihn ist die „Durchsetzung der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit enorm wichtig. Es braucht solche Veranstaltungen und Denkmäler, damit nicht Vergessen wird“, und weiter „Es gibt individuelle Schuld aber auch eine kollektive Verantwortung. Es ist damals von vielen ein Klima geschaffen worden, dass dies erst möglich gemacht hat“.

„Keine parteipolitische Vereinnahmung“

Für Bürgermeister Andreas Rabl (FP) ist wichtig, „dass sich Wels vorbildlich mit dieser Zeit auseinandersetzt. Die Erinnerungskultur hochzuhalten ist uns ebenso wichtig, wie meinen Vorgängern. Niemand will, dass sich diese Dinge wiederholen. Ich verwehre mich jedoch dagegen, dass Gedenken parteipolitisch vereinnahmt werden. Man muss es parteiunabhängig sehen“.


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Gastuser
Gastuser
11.11.2017 18:23

Gedenken muss parteiunabhängig sein

Gedenken hat etwas mit Denken zu tun. Sich die schrecklichen Ereignisse der Nazizeit vor Augen führen und etwas daraus für das Heute lernen, sollte tatsächlich parteiübergreifend geschehen. Wenn Herr Rabl aber, als Vertreter jener Partei, die keine Gelegenheit auslässt, über Minderheiten zu hetzen, ja deren wichtigste politische Botschaft darin besteht, Sündenböcke zu suchen, wenn dieser Bürgermeister also den Opfern der Nazis gedenkt, ist er völlig unglaubwürdig. Als Welser kann man sich nur schämen über so viel Unverschämtheit.

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Gastuser
Gastuser
11.11.2017 14:08

Ich frage mich, wo Bgm. Rabl am 6.11. eine parteipolitische Vereinnahmung gesehen oder gehört hat! Im Gegensatz zur Veranstaltung am 10.11. gab es bei der Kundgebung der Initiative gegen Faschismus keine Rednerin, die einer politischen Partei angehört! Allerdings dürften ihm die pointierten Aussagen der Gedenkrednerinnen sauer aufstoßen!

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Gastuser
Gastuser
11.11.2017 13:50

Pogromnachtgedenken

Ob die Kosten für den Redner Herwig van Staa gerechtfertigt waren, wage ich zu bezweifeln. Denn 30 Zuhörer, die meisten FPÖ-Mitglieder (aber es war keine Parteiveranstaltung), lassen daran zweifeln. Die Krönung des Pogromnachtgedenken war aber die geplante Lesung von Cornelius Obonya, abzüglich des Sekretärs, der Beschäftigten des Museums, des Stadtarchivs und des Fotografen, waren genau 3 (in Worten drei) Personen anwesend. Die Absage der Veranstaltung war die einzige richtige Entscheidung. Auf den Kosten bleiben die Abgaben- und Steuerzahler der Stadt Wels sitzen. Man kann aber bei der Kinderbetreuung und bei der Bildung sparen.