„Eine solche Tat ist sicher kein Kavaliersdelikt“
WELS. Zwei Jugendliche verabreden sich zu einem Kampf. Ein Messer wird gezückt und 25 Schaulustige stehen daneben. So passiert in der Gartenstadt. Tips sprach mit Sicherheitsreferenten Gerhard Kroiss (FP) über den Vorfall, die Verantwortung der Eltern und Justiz, sowie ob Wels ein Drogenproblem hat.

Tips: Zwei Jugendliche gehen ausgerechnet im Friedenspark aufeinander los. Ein Messer wird gezückt und 25 Schaulustige feuern noch an. Für den Integrationsreferenten und Polizisten muss dies schlimm sein?
Kroiss: Erschreckend ist für mich, dass sich zwei Jugendliche wegen Schmetterlingen im Bauch zu einem Duell treffen und einer mit einem Messer bewaffnet war. Eine solche Tat ist sicher kein Kavaliersdelikt und auch durch die Liebesgefühle keineswegs entschuldbar.
Tips: Wie will man in Zukunft bei solchen Vorfällen seitens der Stadt vorgehen. Engere Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft?
Kroiss: Bereits jetzt gibt es eine sehr enge Zusammenarbeit mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Gefordert ist hier auf alle Fälle die Justiz, die klar signalisieren muss, dass eine solche Tat Konsequenzen nach sich zieht. Und das muss sowohl den Jugendlichen als auch den Eltern klar kommuniziert werden: So eine Tat kann deine Zukunft zerstören!
Tips: Schnell heißt es gleich: Das uns Das ist ein Problemviertel. Die Otto Loewi Straße in unmittelbarer Nähe hat so einen Ruf. Muss man die Bevölkerung, Eltern noch mehr in die Pflicht nehmen?
Kroiss: Natürlich muss man gerade wie in diesem Fall die Eltern in die Pflicht nehmen beziehungsweise müssen sich die Eltern ihrer Verantwortung für ihre Kinder bewusst sein.
Tips: Muss man in Wels Angst haben oder ist das nur Panikmache?
Kroiss: Dieser Fall ist eher eine Ausnahme bei uns in Wels und fand seine Ursache in einer Auseinandersetzung um ein Mädchen.
Tips: Gegenüber einer Tageszeitung meinten Sie, dass Wels im Vergleich zu dem Vorfall eher ein Drogenproblem hat?
Kroiss: Bei dieser Aussage ging es darum, dass im öffentlichen Bereich eher der Handel mit Drogen ein Problem darstellt als Messerstechereien.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden