Beigeisterung und Medaillen bei den Special Olympics Athleten aus Wels
WELS/WELS-LAND/VÖCKLABRUCK. Knapp 1500 Athleten kämpften in 18 Sportarten um die begehrten Medaillen, getragen vom Jubel tausender Zuschauer. Auch Sportler aus Wels und Wels-Land waren erfolgreich.

Anna Sophie Friedl aus Pichl, Philipp Aigner aus Wels, Michael Mallinger aus Lambach und das Fußballteam der Lebenshilfe Wels waren bei den 7. Nationalen Special Olympics Sommerspielen in Vöcklabruck dabei.
Erfolgreiche Anna Sophie Friedl
Sehr erfolgreich war wieder einmal Anna Sophie Friedl aus Pichl. Die 22-jährige Schwimmerin, die in der Schwimmgruppe der Lebenshilfe Vöcklamarkt trainiert, hat eine Goldmedaille (100 Meter Brust), eine Silbermedaille (200 Meter Brust) und eine Bronzemedaille (Staffelbewerb Brust) mit nach Hause nehmen können. Die Pichlerin war in den letzten zwei Jahren auch beruflich in der Organisation dieser Spiele involviert.
„Diese Spiele waren bestens organisiert. Ich glaube für Vöcklabruck waren die Special Olympics ein großer Gewinn“, hat Anna Sophies Mutter Maria nur Lobesworte für die sportliche Großveranstaltung. Als nächstes bereitet sich Anna Sophie auf die Nationalen Winterspiele 2020 am Naßfeld vor. Anna Sophie ist nämlich nicht nur Schwimmerin, sondern auch sehr erfolgreiche Schifahrerin.
Zweiter Platz für Philipp Aigner
Erfolgreich war auch Philipp Aigner aus Wels, jener 25-jährige Schwimmer mit Down-Syndrom, der von seiner Großcousine Kirsten Kopf trainiert wird. Er hat sich in 25 Meter Brust eine Silbermedaille geholt und ist überglücklich: „Es war das schönste Erlebnis für mich! Das erste Mal dabei und Silber gewonnen. Danke meiner besten und liebsten Trainerin Kirsten Kopf, allen die mich angefeuert haben die drei Tage und die für mich Daumen gehalten haben“, bedankt sich Philipp.
Medaillen für Michael Mallinger
Mit Freude war auch der 35-jährige Michael Mallinger aus Lambach bei den Special Olympics dabei. „Es war eine so emotionale Veranstaltung“, ist seine Mutter Maria aus Edt noch immer ganz gerührt von den Erlebnissen. „Ich glaube für das Selbstbewusstsein der beeinträchtigen Menschen war diese Veranstaltung sehr wichtig. Und es war so schön, die große Motivation der Freiwilligen, die mitgearbeitet haben, zu sehen.“ Für Michael schaute am Ende eine Bronzemedaille in 50 Meter Freistil und ein vierter Platz im Staffelbewerb heraus. Aber die Platzierung ist sowieso zweitrangig, sagt Maria Mallinger mit Recht, wichtig ist, dass die Menschen ihren Platz in der Gesellschaft haben.
Vierter Platz für die Kicker der Lebenshilfe
Einen vierten Platz in der Gruppe „7Aside“ hat die Fußballmannschaft der Lebenshilfe Wels erzielt. Was für Werkstätten-Leiter Peter Martin und seine Fußballer aber viel wichtiger ist als die Platzierung, ist die Erfahrung, die man bei der erstmaligen Teilnahme sammeln konnte. „Wir haben sechs Spiele unfallfrei gespielt und sogar einige Tore geschossen“, erzählt Martin begeistert. Den Lebenshilfe-Klienten hat die Teilnahme viel Spaß gemacht und auch die Siegerehrung war für alle ein tolles Erlebnis. Das nächste Ziel der Mannschaft sind die Landesmeisterschaften der Lebenshilfe Ende Juni. Außerdem möchte man in zwei Jahren wieder an den Special Olympics teilnehmen.
SPAR hat unterstützt
Als Premiumsponsor hat SPAR Oberösterreich die Spiele unterstützt. „Wir freuen uns, für solche Projekte als verlässlicher Spendenpartner zu gelten und unsere soziale Verantwortung in dieser Art wahrnehmen zu können“, sagt Jakob Leitner, Geschäftsführer SPAR-Zentrale in Marchtrenk.


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