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WELS. Erstmals in Oberösterreich wurde eine Lungenembolie mittels Kathetertechnik behandelt. Bei einem Patienten waren beide Lungenarterien durch Blutgerinnsel verstopft. Das Ärzteteam des Klinikum Wels-Grieskirchen hat über die Leiste zwei Katheter in die Lungen eingelegt.

Ronald Binder, Leiter der Kardiologie am Klinikum Wels-Grieskirchen mit Patient und Krankenschwester. Foto: Klinikum

Bei einer Lungenembolie werden die Arterien der Lunge durch eingeschwemmte Blutgerinnsel verstopft. Das Blut kann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies macht sich durch plötzliche Brustschmerzen und Atemnot bemerkbar. Die akute Lungenembolie kann oft lebensbedrohlich sein. Ein 49-jähriger Mann kam wegen akuter Atembeschwerden und Brsutschmerzen ins Klinikum. In einer Computertomographie zeigte sich, dass Blutgerinnsel die Arterien beider Lungen verstopft hatten. Der dadurch erschwerte Blutfluss durch die Lungen hatte bereits zu einer akuten Schwächung der rechten Herzkammer geführt. Deshalb wurde bei dem Patienten eine neue Technik angewendet, um minimalinvasiv die Blutgerinnsel rasch aufzulösen.

Kardiologe Ronald Binder und sein Team haben über die Leiste zwei Katheter durch die rechte Herzkammer in beide Lungen eingelegt. „Dort erfolgte eine örtliche Auflösung der Gerinnsel durch Medikamente, das heißt  einer lokalen Lysetherapie, in Kombination mit einer neuartigen Ultraschall-Fragmentation. Die Ultraschallwellen bewirken eine schnellere und vollständige Auflösung des Thrombus“, beschreibt der Kardiologie. Der Patient ist wohlauf und konnte am nächsten Tag wieder aufstehen. Eine Verlaufs- Computertomografie zeigte durchgängige Lungenarterien.


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