Eine Pionierin der Seelsorge ist tot
WELS. Hunderte Menschen nahmen beim Begräbnisgottesdienst in der Pfarrkirche Wels-St. Josef Abschied von Margarete Schneller, einer Pionierin im Bereich der Arbeiter- und Betriebsseelsorge.

Als Kind besuchte Schneller in der Vogelweide die Jungschar und wurde später Leiterin der Katholischen Arbeiterjugend. Bis zu ihrer Hochzeit leitete Schneller eine Jung-KAJ-Gruppe, später arbeitete das Ehepaar Schneller im neuen diözesanen Arbeitskreis „Ehe und Familie“ mit und gründete eine Katholische Arbeiterbewegungs-Runde (KAB) mit Ehepaaren.
Erste Frau
1978 wurde die Welserin zum ersten Mal zur stellvertretenden Diözesanvorsitzenden der KAB gewählt. 1985 erfolgte ihre Wahl zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Bis 1988 war sie im Bundesvorstand und in der Bundesleitung der KAB die erste und einzige Frau und Mitinitiatorin des Frauentreffens der KAB im deutschsprachigen Raum. Nach Ablauf ihrer Funktionsperioden brachte Schneller ihren Erfahrungsschatz im Referat der Betriebsseelsorge der Diözese Linz als Organisationsreferentin ein, wo sie bis zu ihrer Pensionierung tätig war.
„Prägende Gestalt“
Der emeretierte Bischof Maximilian Aichern würdigte Schneller in seiner Predigt als „familiäre, gläubige, menschenfreundliche und weltoffene Frau, der die Mitsorge für die Menschen ein Anliegen war (...), eine vorbildliche Mitarbeiterin, die das Leben der Diözese Linz, die Sozialarbeit und die KAB-Arbeit wesentlich mitgeprägt habe“. Margarete Schneller verstarb am 25. Juli 2019 im 78. Lebensjahr.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden