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WELS. Die Bilanz nach zwei Monaten Schwerpunktkontrollen in der Messestadt in nackten Zahlen: 15.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen, 60 Anzeigen wegen Alkohol am Steuer (davon 52 mit mehr als 0,8 Promille Blutalkoholgehalt) sowie sieben Anzeigen wegen Suchtgift am Steuer.

  1 / 3   FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: Das Ergebnis bestätigt dramatisch die Wahrnehmung der Bürger. Foto: Stadt

Ende Juli startete die Aktion. Die Bilanz per Ende September zeigt dieses erschreckende Bild: „Ich appelliere an die Autofahrer, sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten. Es gilt weiterhin Nulltoleranz für die Raser. Die Polizei wird auch verstärkt zur Weihnachtszeit die Alkoholkontrollen ausweiten“, erklärt Chefinspektor Andreas Weidinger vom Welser Stadtpolizeikommando, „aufgrund der erschreckenden Zahlen wird die Polizei diesen Schwerpunkt bis Jahresende weiterführen.“ Naturgemäß spielt in diese Bilanz auch die Senkung der Toleranzgrenze bei den Radarmessgeräten mit hinein. Doch es sind auch die Ausreißer nach oben gestiegen:

„Das gilt bei den Geschwindigkeiten, aber auch bei den Alkoholkontrollen“, sagt Weidinger.

Die zwei besonderen Vorfälle bestätigen dies. Ein kleiner positiver Nebeneffekt hat sich aber auch gezeigt. Die vermehrten Kontrollen gerade auf der Salzburgerstraße haben die Geschwindigkeiten gesenkt. Die Ausreißer werden weniger. Doch vor allem auf den mehrspurigen Straßen in der Messestadt wird zu schnell gefahren.

Konsequenzen gefordert

FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Das Ergebnis bestätigt dramatisch die Wahrnehmung der Bürger: Die vorliegenden Zahlen zeigen, wie wichtig und notwendig eine konsequente Geschwindigkeitsüberwachung ist. Weiters wird der Gesetzgeber gefordert, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, dass bei extremer Raserei das Fahrzeug beschlagnahmt werden kann.“

Zwei besondere Vorfälle

Am Sonntag, 28. Juli, fuhr ein PKW-Lenker auf der Osttangente mit 126 statt der erlaubten 60 Kilometer pro Stunde. Er missachtete mehrere Anhalteversuche der Polizei und zwei Kreuzungen später eine rote Ampel und stieß deshalb mit einem LKW zusammen. Der PKW-Lenker besaß keinen Führerschein.

Am Freitag, 13. September, hielt die Polizei um 20.45 Uhr auf der B 1 Wiener Straße in der Pernau (Höhe Uhlandstraße) zwei PKW-Lenker an. Statt der erlaubten 70 Kilometer pro Stunde war einer mit 136 und einer mit 123 Kilometer pro Stunde unterwegs gewesen.


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