Der erste Schritt ist getan am Weg
WELS. Der Ball liegt nun Bischof Manfred Scheuer. 186 Delegierte stimmten beim Diözesanforum im Schloss Puchberg über die Strukturreform (siehe Infokasten) in der katholischen Kirche in Oberösterreich ab. 94,5 Prozent stimmten dafür.

Die Stimmabgabe erfolgte geheim. Bischof Scheuer dankte für die bisher geleistete Arbeit: „“Ich habe den Zukunftsweg als Spur der Hoffnung in unserer Diözese erfahren, die in die Zukunft weist, die verbunden ist mit der Grundtugend der Hoffnung, des Vorangehens – im Unterschied zur Resignation, zur bloßen Defensive.“
Am 31. Jänner tritt das Konsistorium (Beratungsgremium des Bischofs) zusammen und berät. Dann erfolgt ein Bericht an die Vatikanischen Dikasterien (zuständige Ämter der römischen Kurie), mit denen sie seit längerer Zeit im Dialog ist, über die aktuellen Entwicklungen in der Diözese Linz. Noch im Frühjahr wird Bischof Scheuer seine Entscheidung bekannt geben. Fällt diese für das Modell aus, dann werden die entsprechenden Gesetzestexte verfasst, die anschließend von den vatikanischen Behörden zu prüfen sind. Eine Koordinierungsgruppe soll dann die Planung für die konkrete Umsetzung des Strukturmodells vornehmen.
Die Reform
Die derzeitigen Pfarren bleiben künftig in Form von Pfarrgemeinden als selbstständige Einheiten weiter bestehen und verwirklichen die Grundfunktionen von Kirche (Verkündigung, Liturgie, Caritas, Gemeinschaft) , die den Gegebenheiten vor Ort entspricht. Die Pfarrgemeinden werden vor Ort von Teams unter Einbeziehung von Ehrenamtlichen geleitet. In der übergeordneten Verwaltungseinheit kommt es zu Änderungen. Ausgehend von den bisherigen 39 Dekanaten werden rund 40 Pfarren gebildet, von denen jede aus durchschnittlich 14 Pfarr-Gemeinden besteht. Diese werden von einem Pfarrvorstand geleitet, der sich aus dem Pfarrer als Gesamtleiter und zwei weiteren Vorständen für pastorale und wirtschaftliche Angelegenheiten zusammensetzt.


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