Ein Überblick über das Einsatzjahr 2019 der Welser Feuerwehr
WELS. Für das Jahr 2019 weist die Bilanz der Welser Wehr 2.207 Einsätze aus (2018: 2.235, 2017: 2.414). Das sind im Schnitt rund sechs Einsätze am Tag.

Im abgelaufenen Jahr konnten fast 29 Prozent der Brände von Privatpersonen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden: Diese sehr positive Tatsache kommt jedoch nicht von ungefähr. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels führt seit dem Jahr 1982, also seit nunmehr 37 Jahren, alljährlich Brandschutzschulungen für Zivilpersonen (Mitarbeiter von Betrieben, Angehörige von Vereinigungen und Instituten, Hausfrauen und so weiter) durch. Die Anzahl der Interventionen zu Brandalarmen und Technischen Hilfeleistungen selbst betrug 1.282 (1.361; 1.343), das sind rund 3,5 (3,7; 3,7) / Tag. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich dieses Mal wieder ein leichter Rückgang dieser Hilfeleistungen um 79 Fälle.
Einsätze
Am 12. Jänner 2019 hat eine Gruppe der FF Wels in einem F-KAT-Einsatz nachbarliche Einsatzhilfe anlässlich der katastrophalen Schneefälle im Bezirk Kirchdorf geleistet.
Am 13. Februar meldete ein Notrufteilnehmer, dass er mit einem Fahrzeug in die Traun gestürzt sei, im Unfallfahrzeug befinden sich aber keine weiteren Personen. Während die vom Unfall Betroffenen von Polizei und Rettungsdienst erstversorgt wurden, wurde der Unfall-PKW von der Feuerwehr zwischen dem Feuerwehr-Bootshaus und dem Schwimmsteg rund fünf Meter vom Ufer entfernt und in zwei Meter Wassertiefe geortet. Unter Einsatz von zwei Feuerwehrtauchern wurde der PKW mittels Endlosschleifen angeschlagen, mit dem Bergungskranfahrzeug aus dem Wasser gehoben und auf dem Treppelweg abgestellt. Anfang Mai gab es beispielsweise zwei Brandstiftungen in einem Müllraum in der Grünbachstraße.
Brandstiftung
Mittelbrand Wels, Polytechnische Schule, Eisenhowerstraße, hatte der Einsatz am 15. Juni zum Titel. Die Folge der Brandstiftung: Brandbekämpfung mit drei Hohlstrahlrohren unter Verwendung von fünf schweren Atemschutzgeräten.
Wohnungsbrand
Am 18. Juni kam es zu einem gefährlichen Wohnungsbrand in der Haidestraße. Bei Eintreffen der ersten Einheit schlugen bereits Flammen aus der Brandwohnung im Erdgeschoss. Die Bewohner des Hauses hatten dieses bereits teilweise verlassen. Der Wohnungsbesitzer der Brandwohnung konnte durch den ersten Atemschutztrupp gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Mit der Evakuierung des Hauses wurde gleichzeitig die Brandbekämpfung mit je einem Rohr im Außenangriff und im Innenangriff begonnen, das Stiegenhaus wurde mit einem Hochleistungslüfter rauchfrei gemacht. Durch diese Maßnahmen konnte die Intensität des Wohnungsbrandes rasch gebrochen werden.
Zwei ungewöhnliche Assistenzeinsätze für die Bundespolizei am 4. und 14. Dezember mussten die Kameraden verrichten. Unter Einsatz von Trennschleifern wurde in beiden Fällen über Ersuchen der Polizei bei festgenommenen Personen die Handschellen entfernt.
Nachbarschaftshilfe
Immer wieder mussten die Kameraden auch zu Einsätzen in Wels-Land ausrücken und die Kameraden unterstützen. Beispielsweise bei einem Großbrand eines Bauernhofes Anfang Oktober in Krenglbach oder bei anderen Gelegenheiten.
Bergungen
Im Zusammenhang mit den Einsätzen wurden 118 (240; 246) Menschen, die in steckengebliebenen Liftanlagen eingeschlossen, nach Bränden, Unfällen verletzt oder hilflos, nach Verkehrsunfällen eingeklemmt waren oder sich sonst in einer Notlage befunden haben, gerettet bzw. befreit, ebenso 24 Tiere. In zehn Fällen mussten Tote geborgen werden.
„Erwähnenswert ist schließlich wiederum das Interesse, das unsere (nach 34 Jahren Nutzungsdauer offenbar noch immer attraktive) Hauptfeuerwache auch 2019 in weiten Bevölkerungskreisen gefunden hat“, heißt es seitens der Feuerwehr.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden