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WELS. Am Klinikum Wels-Grieskirchen wurde auf Akut-Betrieb umgestellt und eine Infektionsambulanz für Coronavirus-Patienten eingerichtet. Der Krankenhaus-Betrieb soll weitgehend „Corona-frei“ gehalten werden.

Die Patienten werden schon in der Eingangsschleuse befragt. Foto: Klinikum Wels-Grieskirchen
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Der Großteil der planbaren und nicht dringenden ambulanten Termine und stationären Aufenthalte wurde bereits verschoben, erklärte Thomas Muhr, ärztlicher Leiter des Klinikums Wels-Grieskirchen. Durch einen restriktiven Zugang von Patienten sollen die Verbreitung des Corona-Virus reduziert und Kapazitäten für akute Leistungen sowie für zukünftig steigende Covid-19-Aufnahmen freigehalten werden. „Diese Einschränkung ist notwendig, um Ressourcen für akute Fälle zu schonen“, fügt Muhr hinzu.

Gesteuerter Patientenfluss

Neben der Besuchsbeschränkung wurden restriktive Zugangsbeschränkungen eingeführt. Bei den Haupteingängen der beiden Standorte wurden Schleusen installiert. „Patienten und die in Ausnahmefällen erlaubten Besucher beziehungsweise Begleitpersonen werden im Eingangsbereich kontrolliert und befragt, bevor sie das Krankenhaus betreten dürfen“, erklärt Geschäftsführer Dietbert Timmerer.

Checkpoint in der Eingangshalle

Dieser Checkpoint befindet sich in Wels in der Eingangshalle. Vor den Eingängen wurden Zelte des Roten Kreuzes aufgestellt, wo die eintreffenden Personen zu den Stoßzeiten bei großem Patientenaufkommen warten können.

Infektionsambulanz

Das Tagesklinische Zentrum, in dem seit März 2018 planbare chirurgische Eingriffe stattgefunden haben, wurde zu einer eigenen Einheit für Patienten mit einem Sars-CoV-2 (Coronavirus) umfunktioniert. Das Gebäude hat den Vorteil, dass es vom weiteren Krankenhausbetrieb räumlich getrennt ist. Die Ambulanz ist aber keine Anlaufstelle zur Abklärung von Verdachtsfällen.

Eigene Stationen

Für Covid-19-Patienten, die stationär aufgenommen werden müssen, sind große Isolations-Stationen vorgesehen. Bei steigendem Bedarf können weitere Stationen stufenweise umgewandelt werden. Darüber hinaus werden Intensivbetten freigehalten.

Abteilung geschlossen

Ein Mitarbeiter der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie wurde positiv auf Covid-19 getestet. Alle notwendigen Maßnahmen wurden unverzüglich getroffen und der Bereich vorübergehend geschlossen. 20 Mitarbeiter wurden getestet und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Aufgrund des bereits reduzierten Betriebs sind nur wenige Eingriffe geplant. Zwischenzeitlich übernimmt die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Med Campus III in Linz die Patientenversorgung.

WICHTIG

Menschen mit Symptomen sollen keinesfalls das Krankenhaus aufsuchen, sondern zuhause bleiben und die Gesundheitshotline 1450 kontaktieren.


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