„Das ist nur eine Momentaufnahme und kein Freibrief für die Zukunft!“
WELS. Die Vorbereitungen für die Massentests laufen auf Hochtouren. Die Anmelde-Plattform ist freigeschaltet. Es kann losgehen. Doch es gibt auch eine klare Ansage ob des Ergebnisses, egal wie es ausfällt: „Das ist nur eine Momentaufnahme und kein Freibrief für die Zukunft!“, hält die Welser Vizebürgermeisterin Silvia Huber (SP) fest.

Es heißt jetzt nicht, dass bei einem negativen Test alles wieder gut ist. Die Abstandsregeln und so weiter gelten nach wie vor. Was die Tests (siehe auch Infokasten) anbelangt, darüber informieren die Verantwortlichen: Es wird klar empfohlen, sich in seinem Heimatbezirk testen zu lassen. Darüber hinaus sind die Tests nur für Personen ohne Krankheits-Symptome vorgesehen. Personen, die sich krank fühlen, werden gebeten zu Hause zu bleiben und einen Testtermin über die Hotline 1450 oder über ihren Hausarzt zu vereinbaren. Nicht getestet werden Personen, die in den vergangenen drei Monaten wegen einer Positivtestung behördlich abgesondert waren sowie Kinder vor der Schulpflicht.
Lehrer-Tests als Vorbereitung
Die Massentests an den Pädagogen waren eine gute Vorbereitung. Der Bürgermeister-Sprecher von Wels-Land Andreas Stockinger (Thalheim): „Es hat sehr gut funktioniert. Wir konnten auch kleine Kinderkrankheiten rasch ausbessern. Das beginnt beim Ablauf innerhalb der Testlinien, aber auch bei der Verkehrsführung rund um das Gelände und Anrainerinformation.“ Er lud alle betroffenen Bürgermeister, die von 11. bis 14. Dezember Teststraßen in ihren Kommunen anbieten, ein, um sich in Thalheim im Sportzentrum selbst ein Bild von den Tests zu machen: „Der Erfahrungsaustausch ist sicher wichtig. Es geht wirklich oft nur um kleine Dinge, die man ändern kann. Der Aufwand für die Bevölkerung soll ja auch so gering als möglich sein.“ Ein Problem ist noch das Personal: „Wir sind in Marchtrenk immer noch auf der Suche nach Helfern“, sagt SP-Bürgermeister Paul Mahr. In der Stadt selbst wird es an zwei Standorten sechs Testlinien geben. Die Einsatzorganisationen sind ebenfalls voll eingebunden. Das Rote Kreuz wird in beiden Bezirken mit rund 450 Mann im Einsatz sein. Die Feuerwehren sollen hauptsächlich Aufgaben im Koordinierungsbereich übernehmen: „Wir haben in Wels in der Messehalle 20 insgesamt 25 Testlinien. Die Feuerwehr teilt zu, wer wo hingeht, um sich testen zu lassen. Vom Magistrat selbst werden rund 230 Bedienstete an den vier Tagen im Einsatz sein“, fasst der Magistratsdirektor Peter Franzmayr zusammen.
Kosten
Die Kosten für diesen Massentest sind exklusive Personal mit rund 300.000 Euro budgetiert: „Wer die Kosten übernimmt, wird noch debattiert“, sagt FP-Bürgermeister Andreas Rabl und meint weiter: „Wels ist gut auf die Massentests vorbereitet. Wir hoffen auf einen reibungslosen Ablauf. Mein Wunsch wäre, dass wir die Infektionszahlen damit spürbar senken und neue Cluster vermeiden können.“ <
Informationen
Massentestung: Freitag, 11. Dezember bis Montag, 14. Dezember (8 bis 20 Uhr). Die Anmeldung für die Massentestung in Oberösterreich ist seit 7. Dezember unter www.österreich-testet.at freigeschalten. Es wird empfohlen, in seinem Bezirk zu einem Test zu gehen.
Die Identität wird vor Ort mittels E-Card oder Ausweis überprüft.
Der Abstrich wird mit einem Wattestieltupfer durch die Nase durchgeführt. Der Zugang über die Nase ist von der WHO als Standard empfohlen.
Personen mit einem positiven Testergebnis werden kurz nach der Testung per SMS oder E-Mail über das Testergebnis informiert. Kurze Zeit später werden diese von der jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörde telefonisch kontaktiert und mündlich abgesondert sowie einer PCR-Testung bei einem der bestehenden Drive-In“s zugewiesen.
Teststraßen: In Wels wird die Messehalle 20 mit 25 Teststraßen ausgestattet.
In Wels-Land (9 Standorte, insgesamt 28 Testlinien): Pfarrsaal Bad Wimsbach; Veranstaltungszentrum Buchkirchen; Veranstaltungszentrum Komedt in Edt; Veranstaltungszentrum Gunskirchen; Full Haus (ehemaliges Volkshaus) Marchtrenk und Dreifachturnhalle; Sägewerk Offenhausen; Pferdezentrum Stadl-Paura; Sport- und Gesundheitszentrum Thalheim.


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