Leserbrief: "Bist scho g´impft"
WELS. Rudolf G. Dietl hat sich mit einem zwischenmenschlichen Bedürfnis. der Kommunikation zwischen den Menschen, beschäftigt und dabei entdeckt, dass es gerade daran fehlt.

Nach den gebräuchlichen Grußwörtern „Grüß Gott, Servus oder Hallo“ wird oftmals gleich die neugierige Frage gestellt: „Bist – oder sands schau g“impft“. Die gestellt wird, um zu erfahren, welche Einstellung man zur Impfung hat. Kommt es nach der „Neugierdsfrage“ auch noch zu einem Gespräch, werden natürlich auch die zeitgemäßen Wörter „Triage“ und „Inzidenz“ verwendet. Und welcher Impfstoff wohl der Beste ist, vielleicht sogar der „Sputnik“? Ganz selten wird jedoch die Frage gestellt, wie es einem in der bereits sehr lange andauernden Krise geht? Da kann ich darauf die Antwort geben: „Mir geht es schlecht“. Weil ich die vielen zwischenmenschlichen Kontakte vermisse. Doch bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt: die Hoffnung, auf ein unbekümmertes Miteinander, wie vor der Pandemie.


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