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WELS-LAND. Wie wichtig die Produktion von gesunden, regionalen Lebensmitteln ist, hat das letzte Jahr besonders vor Augen geführt. Davon inspiriert startete die Leader-Region Wels Land das Projekt „Der Bauer hat‘s“ und zeigt die Vielfalt des bäuerlichen Angebots.

  1 / 8   Lieben, was sie tun: Ziegelbäck (v.l.), Hellwagner, Lisa Niedermair-Auer (Toblerhof), Wimmer, Sandra Forstinger (Bad Wimsbach), Ziegelbäck und Pocherdorfer (DiZi Fisch), Magdalena Martin-Mayr (Gemüsefreude Sattledt) und Haagen (Foto: www.diebaeuerinhats.at)

Bei genauerer Betrachtung stellte sich allerdings heraus, dass dort, wo direkt vermarktet wird, eigentlich die Bäuerin dahintersteht. „Die Direktvermarktung liegt überwiegend in Frauenhand“, beobachtet Projektleiterin Trixi Haagen und holt mit Leader-Region-Geschäftsführerin Magdalena Hellwagner nun die Frauen vor den Vorhang. „Bäuerinnen sind weit mehr als Botschafterinnen für hochwertige Lebensmittel. Mit dem Projekt ‚Die Bäuerin hat’s‘ möchten wir die Bedeutung und Leistung von Frauen am Land noch sichtbarer machen“, erklärt Hellwagner die Beweggründe.

Auch soziales Engagement

Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck begrüßt das: „Bäuerinnen sind das Rückgrat der Landwirtschaft, kümmern sich um die Familie und leiten den Betrieb. Durch ihr soziales und ehrenamtliches Engagement leisten sie zudem einen wichtigen Beitrag für den gemeinschaftlichen Zusammenhalt im Ort“, verweist sie auch auf die Leistungen der Bäuerinnen bei Feuerwehrfesten, Mostkosten oder Schul-Aktionen. „Die klassische Ur-Produktion machen die Männer, aber die Feinarbeit liegt in Frauenhänden“, weiß Ziegelbäck.

Marketing und Social Media

Ein gutes Beispiel dafür sind Daniela Pocherdorfer und Katharina Ziegelbäck von der Fischzucht DiZi in Steinhaus. Während ihre Männer die Fischbecken betreuen, veredeln die Frauen die Fische mit immer neuen Rezepten, erledigen die Buchhaltung, bearbeiten die Mails, betreuen Abhofladen, Homepage und Social Media. Stichwort Social Media: Marketing wird in der Landwirtschaft ebenfalls immer wichtiger. Auch deshalb, weil „viele Konsumenten gar nicht mehr wissen, was wir tun“, weiß Petra Wimmer. Die Sattledter Ortsbäuerin führt mit ihrem Mann einen konventionellen Schweinebetrieb und ist bemüht, Aufklärungsarbeit über die Tätigkeit moderner Landwirte zu leisten. Mit Aktionen in der Schule oder einem regional zusammengestellten Körbchen will sie zeigen, „was wir für tolle Arbeit leisten“.

„Bauern-Zehner“

Das will auch die Leader-Region mit der neuen Imagekampagne „Die Bäuerin hat‘s“. Sie soll die Lücke schließen zwischen Produzenten und Konsumenten, aber auch die gemeinschaftliche Vermarktung stärken, weshalb in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Holzkisterl kreiert wurden, die sich ideal als Geschenkkörbe eignen. Eine Einkaufstasche made in Wels-Land macht „Die Bäuerin hat‘s“ sichtbar und betriebsübergreifende Einkaufsgutscheine, „Bauern-Zehner“, sind in Entwicklung, die es den Konsumenten noch leichter machen sollen, bei der Bäuerin zu kaufen.


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