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WELS/MARCHTRENK. Die Corona-Krise mit Homeschooling und Distance Learning hat gerade jene Kinder, die es schon bislang in der Schule schwer hatten, vor zusätzliche Herausforderungen gestellt. Für Kinder aus sozial benachteiligten Familien waren in dieser Zeit die Caritas-Lerncafés eine wichtige Stütze.

Neben dem Lernen gibt es auch Spaß und mal einen Ausflug in den Tierpark. (Foto: Caritas)
  1 / 2   Neben dem Lernen gibt es auch Spaß und mal einen Ausflug in den Tierpark. (Foto: Caritas)

Die Erfolgsgeschichte der spendenfinanzierten Lerncafès in Oberösterreich startete vor zehn Jahren in Marchtrenk. Die Idee wurde aus der Steiermark übernommen und Marchtrenk war als erste Stadt bereit und erfreut über das Angebot der Caritas. Schon rasch wurde aus den anfänglich zehn Kindern aufgrund des großen Bedarfs 20 hauptsächlich ältere Schüler, erst danach kam eine zweite Gruppe auch für Volksschüler dazu und bald ein Lerncafé in Wels.

Mit Bildung gegen Armut

In den Lerncafés geht‘s nicht nur um Lernunterstützung, sondern auch darum, den Erfahrungsraum der Kinder zu erweitern und Talente und Perspektiven zu entwickeln. „Der Ausbau von Förderangeboten nach diesem Muster für Kinder aus sozial benachteiligten Familien wäre ein Gebot der Stunde. Denn Bildung ist die beste Armutsprävention. Wir müssen gegensteuern, damit Kindern Chancen im Leben eröffnet werden und die Armut von Familien, die durch Corona neu entstanden ist oder verschärft wurde, nicht vererbt wird“, fordert Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer.

Erfolg dank freiwilliger Mitarbeitern

„Insgesamt wurden seit der Eröffnung des ersten Lerncafés in Marchtrenk 610 Kinder von 394 Freiwilligen unterstützt. Jährlich konnten 95 bis 98 Prozent der Kinder das Schuljahr erfolgreich abschließen“, freut sich Lerncafé OÖ-Leiterin Michaela Lehofer. In Marchtrenk wurden seither 121 Kinder von 86 Freiwilligen betreut. Derzeit besuchen 22 Kinder das Lerncafé im Full House und lernen mit 13 Ehrenamtlichen. In der Vogelweide kümmerten sich seit 2012 51 Freiwillige um insgesamt 90 Kinder. Momentan nehmen 18 Kinder das Angebot in Anspruch. Das Engagement der vielen freiwilligen Mitarbeiter trägt maßgeblich zum Erfolg der sechs Lerncafés im Land bei. Was sie aus ihrem Einsatz im Lerncafé mitnehmen, sind die vielen positiven Erfahrungen und Geschichten von überwundenen Hindernissen und von Kindern und Jugendlichen, die trotz ihrer herausfordernden Lebenssituationen mit viel Einsatz daran arbeiten, ihre Träume zu verwirklichen.


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