Welser Venus mit weiterer Zusatztafel
WELS. Der Dauerbrenner in der Kommunal-Politik ist um eine Facette reicher. Die Venus-Statue in der Schmidtgasse hat eine Zusatztafel mit Hinweis auf die NS-Geschichte, veranlasst von SP-Kulturreferent Johann Reindl-Schwaighofer.

„Während der NS-Zeit wurde die Venus politisch vereinnahmt und kleine Nachbildungen wurden an hochrangige NS-Funktionäre übergeben“, steht auf der Tafel. Reindl-Schwaighofer: „Erinnerungskulturell ist es unbedingt notwendig, auf diesen Kontext hinzuweisen. Ich habe daher in meiner Funktion als der für Kleindenkmäler zuständige Kulturreferent eine Zusatztafel mit adäquatem Text anfertigen und auf dem Sockel der Bronzestatue anbringen lassen. Das soll auch dazu beitragen, einen weiteren Imageschaden für die Stadt zu vermeiden“. Bürgermeister Andreas Rabl (FP) ortet in der Anbringung der Zusatztafel „auf jeden Fall eine Zustimmung, dass die Statue nicht wegkommen soll“. Ob die Anbringung der Tafel durch Reindl-Schwaighofer auch rechtlich in Ordnung ist, ist ein anderes Thema: „Das müsste ein Gutachten klären. Wichtig ist, dass die Venus bleibt und auf das römische Erbe der Stadt Wels hinweist“.


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