Sechs amtierende Bürgermeister am Sonntag in der Stichwahl
WELS-LAND. In sieben Wels-Land-Gemeinden wird sich am Sonntag entscheiden, wer in Zukunft Bürgermeister sein wird. In sechs Gemeinden muss der amtierende Bürgermeister nochmal antreten.

In Buchkirchen, Edt, Gunskirchen und Pichl ist es ein Duell des amtierenden ÖVP-Bürgermeisters (oder der Bürgermeisterin) gegen den Herausforderer von der SPÖ. In Offenhausen und Steinerkirchen ist es eine Entscheidung zwischen dem amtierenden ÖVP-Bürgermeister (Bürgermeisterin) und dem Kandidaten der FPÖ.
Buchkirchen
In Buchkirchen hat die amtierende Bürgermeisterin Regina Rieder von der ÖVP – sie hat vor zwölf Jahren den SPÖ-Bürgermeister abgelöst – 43,11 Prozent der Stimmen erhalten. Damit muss sie in eine Stichwahl gegen Nikon Baumgartner von der SPÖ, der 41,49 Prozent hat. „Das hat sich so nicht abgezeichnet, aber es ist die Summe aller Dinge“, bedauert Rieder in ihrer Reaktion am Wahlabend. Sowohl ÖVP als auch SPÖ haben im Gemeinderat in Zukunft je zehn Mandate (von 25).
Edt
Knapp war es für den amtierenden ÖVP-Bürgermeister in Edt. Alexander Bäck fehlen wenige Stimmen auf die 50 Prozent (49,25 Prozent). Aber er muss in eine Stichwahl gegen Max Tiefenthaler von der SPÖ (33,45 Prozent). „Ich habe mir ein knappes Rennen erwartet, auch weil unsere absolute Mehrheit im Gemeinderat nur knapp abgesichert war“, sagt Bäck. Die Diskussion um eine Deponie habe den Wahlkampf beeinflusst. Die Mehrheit im Gemeinderat hat die ÖVP verloren (jetzt neun Mandate). Die SPÖ steigerte sich von vier auf sieben Mandate.
Gunskirchen
Auch Christian Schöffmann, vor eineinhalb Jahren zum Nachfolger von Josef Sturmair gewählt, muss in eine Stichwahl, und zwar gegen Christian Renner von der SPÖ. Schöffmann erhielt 48,42 Prozent, Renner 40,52 Prozent. „Bei zwei starken Gegenkandidaten bin ich stolz, knapp an die 50-Marke gekommen zu sein“, sagt der Bürgermeister. Die ÖVP hat keine absolute Mehrheit im Gemeinderat mehr.
Offenhausen
Martina Schmuckermayer (ÖVP), seit einem Jahr Bürgermeisterin in Offenhausen (45,85 Prozent), muss gegen Gottfried Koger von der FPÖ (27,40 Prozent) in die Wahl. „Bei zwei Mitbewerbern haben wir mit einer Stichwahl rechnen müssen“, sagt Schmuckermayer und zeigt sich hoffnungsvoll: „Ich habe viel Zuspruch aus allen Teilen der Bevölkerung erfahren.“ Pichl In Pichl muss Gabriele Aicher (ÖVP) gegen ihren Herausforderer Franz Scheiböck (SPÖ) antreten. Die amtierende Bürgermeisterin hat 47,34 Prozent erreicht, der Bezirkspolizeikommandant 35,56 Prozent. „Ich habe gewusst, dass es knapp wird, die Frage ist jetzt, wen die Leute wählen, die keinen von uns beiden gewählt haben“, sagt Aicher.
Steinerkirchen
Auch Bürgermeister Thomas Steinerberger von der ÖVP liegt mit 46,85 Prozent der Stimmen klar vor seinem Mitbewerber um das Bürgermeisteramt Gerhard Obermair von der FPÖ (26,57 Prozent). Aber auch er muss in eine Stichwahl. Mit dem erstmaligen Antreten einer grünen Kandidatin haben sich die Wählerstimmen auf vier Kandidaten verteilt.
Lambach
In der Parteienlandschaft so einiges verändert hat sich auch in Lambach, wo die „Liste für Lambach“ mit den ehemaligen ÖVP-Mandataren Walter Topf, Peter Deinhammer und Caroline Topf an der Spitze zum ersten Mal antrat. Zum Team gehört auch der bisherige Neos-Mandatar Johann Fuchs. Die Bürgerliste ist gemeinsam mit der SPÖ nun zweitstärkste Kraft im Gemeinderat (beide sechs Mandatare). Mit 23,22 zu 23,10 Prozent hat die Liste die SPÖ in Prozenten sogar ganz knapp überholt. Stärkste Kraft im Gemeinderat ist mit neun Mandataren künftig wieder die ÖVP.
Johannes Moser (ÖVP), bisher erster Vizebürgermeister, muss am Sonntag auch in die Bürgermeister-Stichwahl gegen seinen ehemaligen Parteikollegen, den Gärtner Walter Topf von der Bürgerliste. Bei der ersten Wahl waren 37,27 Prozent für Moser und 27,66 Prozent für Topf.


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